GreenGates – Ein Herz für Pfoten


Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

 

Dieser scherzhafte Kommentar beschreibt den Verlauf der im Jahre 2013 gestarteten Weltreise von Tamara und Michael Artmann mit ihren damals zwei Hunden Olivia und Fussel in ihrem eigens gebauten Motorradgespann wohl sehr treffend.

  

 

Das 2015 in Bulgarien gekaufte Haus und Grundstück sollte eigentlich nur ein vorübergehender Aufenthaltsort sein und als „Basislager“ für weitere Reisen dienen. Aber dann kam alles anders. Wer die Geschichte von Tamara und Michael Artmann und ihrem Greengates Shelter von Anfang an verfolgen und sehen möchte, welche Arbeiten bisher erfolgt sind, und allerlei über die Schützlinge erfahren möchte, kann dies hier tun. 


Update vom 24. Juli 2019

 

Damit der Fundhund Pino, der noch nicht kastriert ist, ins Greengates Shelter einziehen kann, war eine Grundvoraussetzung, dass Domino kastriert ist. Wegen des ebenfalls nicht kastrierten Rüden Josh im "Hauptrudel" kann Pino nämlich letztlich nur bei den getrennt gehaltenen Mädels Dexi und Domino untergebracht werden. Daher ist Domino gestern kastriert worden. Das erste Foto zeigt sie kurz vorm Einschlafen in der Tierarztpraxis. Bei ihrer Rückkehr wurde sie gleich von Freundin Dexi begrüßt. Danach war erst einmal Narkoserausch ausschlafen angesagt. Die Kosten für die Kastration belaufen sich auf umgerechnet 46 €.

Heute Vormittag konnte sie in ihrem chicen Body bereits erste Leckereien vernaschen. Sie hat alles gut überstanden. 😊


 

Für Neuzugang Pino ist eine erste Spende in Höhe von 20 € eingegangen. Ein herzliches Dankeschön geht an Margit Egler.


Update vom 27. Juli 2019

 

Domino geht es nach ihrer Kastration wieder richtig gut. Wie sollte es auch anders sein, wenn man so umsorgt wird - Tamara Artmann hat sogar ihr Nachtlager bei Domino und Dexi aufgeschlagen.

Auch Neuzugang Pino geht es von Tag zu Tag besser. Er bekommt vier bis fünf Mahlzeiten täglich und sein Bein ist bereits abgeschwollen und er wird insgesamt munterer. Bevor Tamara und Michael ihn jedoch mit Domino und Dexi zusammenführen, möchten sie noch ein paar Tage abwarten, bis Domino sich vollständig von der Kastration erholt hat und Pino komplett schmerzfrei ist. Bis dahin lernen sie ihn jeden Tag besser kennen und können ihn dadurch auch besser einschätzen. Auf dem Feld, auf dem er sich derzeit befindet, ist er sicher. Er verlässt auch nicht den Umkreis der für ihn aufgestellten Schutzhütte. Der Platz ist nicht von der Straße einsehbar.


Update vom 1. August 2019

 

Nun haben Tamara und Michael eine Ahnung, warum der noch blutjunge Pino als offensichtlich reinrassiger Labrador auf der Straße gelandet ist - er ist extrem schwerhörig. Zu Beginn dachten die beiden, dass er ihnen etwas misstrauisch begegnen würde, und konnten sein Verhalten und seine intensiven Blicke nicht so recht einordnen. Jetzt sind sie aber sicher, dass er zwar nicht taub, aber eben ausgeprägt schwerhörig ist. Das Motorengeräusch, wenn Tamara und Michael ihn aufsuchen, hört er ebenso wenig wie ihre Stimmen. Daher haben sie sich jetzt zur Begrüßung einen hohen Pfiff angewöhnt. Diesen hört er und freut sich dann unbändig. Offenbar wurde er als fehlerhaft aussortiert.

Pinos Schwerhörigkeit macht allerdings eine Integration ins Rudel des Greengates Shelters noch komplizierter, weshalb es momentan noch dabei bleibt, dass Tamara und Michael Pino dreimal täglich aufsuchen, um ihn mit Futter, Wasser und Medikamenten zu versorgen. Sie verweilen dabei immer längere Zeit bei Pino, um sein Verhalten weiter studieren zu können und natürlich auch intensiv mit ihm zu kuscheln. 


Update vom 18. August 2019

 

Um zu testen, ob und inwieweit Pino helle, hohe Töne hören kann, haben Tamara und Michael Artmann ihn nun mit "Quietsche-Spielzeug" beglückt. Nach anfänglicher Skepsis vor diesen unbekannten Dingen fährt er jetzt richtig auf das Spielzeug ab.

Obwohl Pino seine verletzte Pfote mittlerweile viel mehr belastet, lahmt er aber immer noch deutlich. Deshalb sollen im Rahmen der geplanten Kastration Röntgenbilder zur genauen Abklärung gemacht werden.

Auch wenn Tamara und Michael große Bauchschmerzen haben, den jungen noch unkastrierten dominanten und schwerhörigen Rüden zu sich zu nehmen, haben sie nunmehr mit 30 m Zaun und einigen Pfosten provisorisch ein Gehege auf ihrem Grundstück abgetrennt. Tamara ist bemüht, bereits für morgen oder übermorgen einen Kastrationstermin mit dem Tierarzt im Ort abzusprechen. Nach der Kastration soll Pino dann direkt in das provisorische Gehege bei ihnen einziehen. Wie viel Unruhe dadurch erneut in das bereits vorhandene Rudel einkehrt, bleibt noch abzuwarten.

Die Kastration wird voraussichtlich 35 bis 40 € kosten. Die Röntgenbilder kosten 5 € pro Aufnahme. Um das ganze Bein vergleichend und in zwei Ebenen beurteilen zu können, werden sicherlich vier bis sechs Aufnahmen benötigt.

Wir werden natürlich vom Ergebnis berichten.


Update vom 20. August 2019

 

Tamara Artmann ist es gelungen, bereits für gestern Nachmittag einen Kastrationstermin für Pino zu erhalten.

In der Narkose wurden dann auch wie geplant die Röntgenbilder von Pinos linkem Hinterbein angefertigt. Leider sind wohl die Kreuzbänder gerissen. Tamara, die ja selbst Tierärztin ist, möchte zunächst die Röntgenbilder in Augenschein nehmen, um die Optionen zu überdenken. Bisher liegen die Röntgenbilder nur in abfotografierter Form vor. Sie wird sie noch per E-Mail vom Tierarzt erhalten.

Michael Artmann hat sein Nachtlager in Pinos provisorischem Gehege aufgeschlagen, um nach der Operation bei der Narkoseausscheidung die ganze Zeit bei ihm sein zu können.

Heute hat Pino die vom Rudel getrennt gehaltenen Hündinnen Domino und Dexi schon mal kurz kennengelernt. Er hat sich ihnen gegenüber sehr höflich und eher zurückhaltend verhalten. So ganz geheuer sind ihm die beiden Mädels wohl noch nicht.

Da Pino Katze Lisbeth ganz toll findet, ist davon auszugehen, dass er aus seinem ursprünglichen Zuhause Katzen kennt. Auch das Anlegen eines Halsbandes fand er ganz toll. Es verdichtet sich immer mehr der Verdacht, dass man sich seiner erledigt hat, weil er schwerhörig ist und eben doch ein "kaputtes Knie" hat. Ob der Besitzer wusste, dass Pino zudem Anaplasmose positiv ist, bleibt dahingestellt. Leider ist Pino nicht gechippt, so dass keine Rückschlüsse auf den Besitzer möglich sind.

Die Röntgenbilder waren leider teurer als erwartet. Der Tierarzt musste sich ein neues Röntgengerät anschaffen und legt die Kosten offenbar nunmehr um. Die Kosten für Kastration, Röntgenbilder und Medikamente belaufen sich umgerechnet auf 75 €.


Update vom 21. August 2019

 

Für Pino ist eine weitere Medizintopfspende eingegangen. Herzlichen Dank an Karin Viola-Fuchs.


Update vom 22. August 2019

 

Ein herzliches Dankeschön geht an Margit Egler, die Pino mit einer erneuten Medizintopfspende bedacht hat. 


SOS-Regenbogenland

IBAN DE92 2689 1484 1113 0288 00

Verwendungszweck:

SOS-Tierschutzprojekt 85

GreenGates Shelter

 

PayPal-Konto: kontakt@sos-regenbogenland.com
(bitte über 'Geld ins Ausland - an Freunde und Familie - senden)


Spendenstand


Aktueller Spendenstand 2019: 863 €

 


GreenGates Shelter


Als Tamara und Michael Artmann im Jahr 2013 in Deutschland alle Zelte abbrachen, um mit ihrem Motorradgespann und ihren beiden Hunden Olivia und Fussel auf Weltreise zu gehen, hatten sie absolut nicht geplant, nur zwei Jahre später in Bulgarien ein Haus zu kaufen, um sich dort niederzulassen.Bereits zuvor haben die beiden einige Reisen mit ihren Hunden gemacht und mit ihrem ausgefallenen Gespann viel Aufsehen erregt.

 

Da Tamara und Michael schon in der Vergangenheit ehrenamtlich für verschiedene humanitäre Organisationen tätig waren, kam ihnen die Idee, diese Aufmerksamkeit für gute Zwecke zu nutzen.

 

Wer sich über die zahlreichen Projekte der beiden informieren möchte, dem sei ein Besuch ihrer Homepage empfohlen. Ihr jetziges Projekt haben Tamara und Michael „GreenGates“ genannt, weil das in Bulgarien gekaufte Haus ein grünes Tor hat.

 

Bei der Aufnahme der Hunde geht es Tamara und Michael allerdings nicht nur um die Versorgung mit Futter, sondern vielmehr auch um medizinische Versorgung, Kastration und sehr oft auch um Resozialisierung misshandelter Tiere. Dass Tamara Tierärztin und Osteopathin für Tiere ist, hilft dabei natürlich sehr. Einige der aufgenommenen Hunde konnten auch bereits in ihre eigenen Familien vermittelt werden. Der SALVA Hundehilfe e. V. hat auch regelmäßig Hunde von Tamara und Michael in der Vermittlung.