GreenGates – Ein Herz für Pfoten


Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

 

Dieser scherzhafte Kommentar beschreibt den Verlauf der im Jahre 2013 gestarteten Weltreise von Tamara und Michael Artmann mit ihren damals zwei Hunden Olivia und Fussel in ihrem eigens gebauten Motorradgespann wohl sehr treffend.

  

 

Das 2015 in Bulgarien gekaufte Haus und Grundstück sollte eigentlich nur ein vorübergehender Aufenthaltsort sein und als „Basislager“ für weitere Reisen dienen.

 

Nachdem die beiden seit ihrem vorherigen Aufenthalt in Albanien bereits drei Hunde hatten, nahmen sie sich kaum in Bulgarien angekommen der auf dem Dorffriedhof ausgesetzten Hündin Mila mit ihren Welpen an. An eine Weiterreise in ihrem Motorradgespann war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr zu denken.

 

Danach ging es dann Schlag auf Schlag. Eine Streunerhündin wurde ebenso aufgenommen wie auf einem verlassenen Grundstück „vergessene“ Kettenhunde sowie zahlreiche ausgesetzte Welpen. Leider ist es in Bulgarien insbesondere in den ländlichen Gegenden völlig undenkbar, Hunde kastrieren zu lassen. Hier wird sogar argumentiert, dass dies den Hunden Schmerzen bereiten würde. Dagegen Welpen – oft nur wenige Wochen, Tage oder gar Stunden alt – auszusetzen, wird als völlig normal angesehen und ist leider an der Tagesordnung.

 

 

Schnell hatte sich im Dorf natürlich auch rumgesprochen, dass die beiden Deutschen ein wenig „hundeverrückt“ sind und immer öfter wurden und werden Hunde und insbesondere auch Welpen bei ihnen abgegeben oder aber an Stellen ausgesetzt, dass Tamara und Michael praktisch drüber stolpern, wenn sie ihr Grundstück verlassen.

 

 

Bei der Aufnahme der bisher über 60 Hunde geht es Tamara und Michael allerdings nicht nur um die Versorgung mit Futter, sondern vielmehr auch um medizinische Versorgung, Kastration und sehr oft auch um Resozialisierung misshandelter Tiere. Dass Tamara Tierärztin und Osteopathin für Tiere ist, hilft dabei natürlich sehr. Einige der aufgenommenen Hunde konnten auch bereits in ihre eigenen Familien vermittelt werden.

 

An Ostern 2016 zog dann Handicap-Hündin Lyvka im GreenGates Shelter ein. Für Lyvka hatten wir auch unser SOS-Tierschutzprojekt 22 eingestellt.

 

Nicht zuletzt nachdem Tamara und Michael nunmehr nach über zwei Jahren entschieden haben, Lyvka ein dauerhaftes Zuhause zu geben, ist an eine Fortsetzung der Weltreise in absehbarer Zukunft nicht zu denken.
Lieben Dank an Simon Maurischat, der die Patenschaft für Lyvka weiterlaufen lässt!

 

Aber auch ohne Lyvka wäre eine Motorradreise mit im Schnitt permanent 15 – 20 Hunden nicht möglich.

 

Aus diesem Grunde möchten Tamara und Michael Artmann nun aber auch Nägel mit Köpfen machen und ihre Hundeauffangstation, ihr GreenGates Shelter, ausbauen, da das bisherige Leben mit den zahlreichen Notnasen doch überwiegend aus Kompromissen und Improvisation bestand und noch besteht.

 

Zwischenzeitlich haben die beiden das angrenzende Grundstück dazugekauft, dieses gerodet und provisorisch eingezäunt, damit allen Hunden der nötige Freilauf ermöglicht werden kann. Dies ist insbesondere auch für die Schützlinge wichtig, mit denen aufgrund ihres Alters oder ihres Handicaps keine Spaziergänge möglich sind.

Aber bei so vielen Hunden unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Größe, Handicap oder Vorgeschichte ist es auch zwingend notwendig, diese zeitweise voneinander trennen zu können. Insbesondere gilt dies natürlich auch für Neuankömmlinge, die nur schrittweise in das Rudel integriert werden können. Nicht zuletzt im Hinblick auf die unter den Welpen weit verbreitete Parvovirose ist auch ein Quarantänebereich unabdingbar.

 

 

Um auch weiterhin Notnasen aufnehmen und verantwortungsvoll betreuen zu können, sind ein separates Hundehaus, ein isoliertes Quarantäne-Gehege, ein befestigter Innenhof und eine ausbruchssichere und sichtgeschützte Umzäunung des gesamten Grundstücks notwendig. Darüber hinaus soll ein Behandlungs- und Therapieraum eingerichtet werden, in dem Tamara Tiere auch osteopathisch behandeln kann.
Hier soll dann insbesondere auch die Möglichkeit geschaffen werden, dass Lyvka Wassertherapie erhalten kann, um ihre Muskulatur zu stärken und die Koordination ihrer Beine zu verbessern.

 

 

Das Hundehaus soll als Anbau an der Nordseite des kleinen Wohnhauses von Tamara und Michael entstehen. Es soll mehrere abgetrennte Räume mit Zugang in einen Freilauf haben. Darüber hinaus soll auch im Hundehaus ein kleinerer Quarantänebereich entstehen. Unter dem Hundehaus soll für die großen Futtervorräte ein nagersicherer Vorratskeller mit Futterküche errichtet werden.

 


 

Für die Zeit der Bauarbeiten am Hundehaus muss ein Gehege eingerichtet werden, in dem sich die Hunde während der Bauarbeiten aufhalten können. Dieser Bereich wird oberhalb des Innenhofes entstehen und später als Quarantänebereich für Neuzugänge dienen, bevor diese ins Rudel integriert werden können. Für dieses Hundegehege müssen noch die Verlegearbeiten von Wasserleitung, Abwasserleitung und Strom abgeschlossen, Drainageleitungen und Gullys zum Ableiten von Regenwasser verlegt, die Natursteinmauer zum Nachbargrundstück repariert, ein Zaun gesetzt, Gartentore gebaut und das Gelände präpariert werden. 

 

Abschließend müssen Unterstände, Hundeliegeplätze und Hundehütten als Sonnen- bzw Regenschutz gebaut werden. 

 

Der Innenhof war ursprünglich einmal ein Garten.

Da er aber die einzig praktikable Möglichkeit eines permanenten Zugangs für die Hunde nach draußen bietet, hat sich der „Traum“ eines schönen Gartens schon lange erledigt, da kein Garten auf Dauer 15 bis 20 Hunde aushält. Sobald das Wetter mal nicht warm und trocken ist, versinken sowohl Zwei- als auch Vierbeiner im Schlamm.

Daher muss der Innenhof befestigt werden.

 

Hierfür müssen das Scheunenvordach zum Innenhof abgerissen, vier Bäume gefällt, Drainageleitungen und Gullys zum Ableiten von Regenwasser verlegt, Wasserleitungen, Abwasserleitungen und Strom verlegt, die Stützmauer zum Hang wiederaufgebaut, das Gelände begradigt und verdichtet und Wege aus Natursteinplatten verlegt werden. Kieselsteine auf Unkrautflies sollen als pfotenfreundlicher und matschfreier Bodenbelag dienen.

Gegen aufkommende Langeweile wird es Buddelecken mit Rindenmulch und Sand geben.

 

 

Da sich die Schützlinge von Tamara und Michael Artmann im Rudel frei auf dem Grundstück bewegen können, ist es auch notwendig, das Grundstück vollständig ausbruchssicher einzuzäunen. 

 

 

Nachdem es mittlerweile Schützlinge gegeben hat, die über 1,50 m hohe Mauern gesprungen und über Zäune geklettert sind, sich unter Zäunen durchgebuddelt und Draht durchgebissen haben, reichen die provisorischen Zäune und Tore auf Dauer einfach nicht mehr aus.

 

 

Für die geplanten Bau- und Renovierungsarbeiten werden jede Menge Materialien benötigt:

 

Bauholz (Hauswände, Holzdecken); Stützbalken, Dachsparren; Holzlasur; Welldachplatten, durchsichtig; Teerpappe; Dachziegel; Dachrinnen; Isolierung; Fliesen, Fliesenkleber, Fugenmasse, Silikon; Türen und Fenster, Hundeklappen; Kellertüren (Metall); Elektroinstallation; Beleuchtung; Infrarotheizungen; Zement, Gesteinskörnung, Sand für Betonfundament und Kellerwände; Transportbeton; Hohlblocksteine (Kellerwände und Teil der Grundstücksmauer); Verputz und Wandfarbe; Zaunpfosten, Pfostenschuhe, Stabmattenzaun (Hundehaus-Auslauf), Armierungseisen (Grundstücksumzäunung); Zaunverblendung (Holzlatten als Sichtschutz); Rollzaun (Quarantänebereich); Metall Flach- und T-Verbinder; Schrauben, Nägel, Draht; Feuchtigkeitssperre/Folie; Verschalungsmaterial; Baustützen; Flusskies, Rindenmulch- und Sandeinlage; Schotter für Drainage, Membraneinlage; Pflastersteine; Drainageleitungen und Rohre; Wasserleitungen; Elektroleitungen

 

Da die tägliche Versorgung der Schützlinge bereits viel Zeit in Anspruch nimmt und die Bauarbeiten überwiegend schweißtreibende Handarbeit sind, werden Tamara und Michael Artmann all diese Arbeiten nicht ohne einige zusätzliche helfende Hände schaffen. Und auch wenn Arbeitskraft in Bulgarien um einiges günstiger als in Deutschland ist, gibt es sie nicht kostenlos. Momentan rechnen die beiden damit, in den nächsten fünf, sechs Monaten im Schnitt zwei Arbeitskräfte an fünf bis sechs Tagen in der Woche zu brauchen. Das allein ergibt Arbeitslohnkosten von 5000 bis 7500 €.

 


Zusammen mit den Materialkosten und einigen wenigen Handwerkerstunden (Elektriker) ergibt sich ein Gesamtbedarf von etwa 18.000 €. 

 

Wenn Sie den Ausbau des GreenGates Shelters von Tamara und Michael Artmann und damit auch deren zukünftige Tierschutzarbeit unterstützen möchten, können Sie dies durch Direktspenden und Spendeneinkäufe tun.

 


Update vom 17. Juni 2018

 

Im Greengates Shelter wird fleißig gewerkelt. Die Arbeiten zur Befestigung des Innenhofes gehen weiter. Zuerst mussten noch die Wurzeln der gefällten Bäume und Büsche entfernt werden.

 

 

Bei allen Arbeiten werden Tamara und Michael Artmann von ihren Schützlingen tatkräftig unterstützt. Man könnte aber auch meinen, dass sie die Bauaufsicht übernommen haben. 

 

 

Nach der harten Arbeit hatten sich die vierbeinigen Bauleiter ihr Abendbrot auch mehr als verdient. 

 


Update vom 20. Juni 2018

Nachdem bisher leider keinerlei Spenden für den Aufbau des Greengates Shelters in Bulgarien eingegangen waren, ist die erste Spende dann aber auch gleich der Hammer!

Den stolzen Betrag von 500 € hat Gabriele Ronge-Müller zugunsten des SOS-Tierschutzprojekts 85 überwiesen.

Auch im Namen von Tamara und Michael Artmann und ihren Schützlingen sagen wir vielen herzlichen Dank! 💞


Update vom 30. Juni 2018

Im Greengates Shelter ist man weiterhin fleißig. Nachdem nun fast alle notwendigen Zu- und Abwasserleitungen, Drainagen und Stromkabel unter der Erde verlegt werden konnten, konnte auch die Wasseruhr erneuert werden. Dank Motorsense und vor allem der tatkräftigen Unterstützung von Schützling Molly konnte auch der wild wuchernde Urwald gebändigt werden, so dass nunmehr am oberen Hundegehege weitergearbeitet werden kann. Dort muss als nächstes der gesamte Boden geebnet werden und die Zäune müssen repariert werden. Darüber hinaus muss eine richtige Tür eingebaut werden. Danach kann dann der Rindenmulch für die Fellnasen verteilt werden.

 

 

Handicaphündin Lyvka genießt währenddessen die Sonne und wünscht allen Unterstützern und vor allem ihrem Paten Simon Maurischat eine schöne Sommer- und Ferienzeit.

 


Update vom 19. Juli 2018

Da der geplante Therapieraum im Hinblick auf die zahlreichen vorrangigen Arbeiten im Greengates Shelter wahrscheinlich erst im nächsten Jahr in Angriff genommen werden kann, haben Tamara und Michael Artmann nach einer Übergangslösung für eine Wassertherapiemöglichkeit für Handicaphündin Lyvka gesucht und auch gefunden. Sie haben eine große Tonne gekauft, die in die Erde eingelassen wird.

 

Die Tonne kommt noch etwas höher als auf dem einen Foto zu sehen ist, da sie noch in ein Kiesbett gesetzt wird. In die Tonne gehen 750 l Wasser. Sie wird noch zwei Anschlüsse für Abfluss und Pumpe erhalten. Die Tonne hat gut 90 € gekostet.

 

 

Aus Sicherheitsgründen wurde für Lyvka auch eine Schwimmweste angeschafft. Diese hat 42,50 € gekostet. Die Anprobe der Schwimmweste fand Lyvka nicht so toll, aber natürlich gilt auch hier Safety first! 😄

 

 

Wir werden sicherlich kurzfristig Bilder von Lyvkas erster Wassertherapie zeigen können.


Update vom 14.08.2018

Im Greengates Shelter sind Tamara und Michael Artmann noch mit dem Verlegen von Leitungen quer über das ganze Grundstück beschäftigt. Damit überall gebaggert werden kann, wo es notwendig ist, und dabei das Grundstück aber ausbruchssicher bleibt, muss immer wieder Zaun verschoben werden. Dies ist natürlich auch zeitaufwendig.

Um das starke Gefälle zu überbrücken, müssen die Gräben sehr tief ausgehoben werden. Mehrmals täglich müssen die gezogenen Gräben nach "unfreiwilligen Besetzern" durchsucht werden, insbesondere bevor Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen zugeschüttet werden.

Stetige Materialkontrolle und Abnahme der erfolgten Baumaßnahmen ist durch die Schützlinge im Greengates Shelter gewährleistet. Manchmal wird das schwere Arbeitsgerät auch für ein Mittagsschläfchen zweckentfremdet. 

 

 

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei Christhild Weber bedanken, die das Greengates Shelter mit einer Spende von 200 € bedacht hat. 


SOS-Regenbogenland

IBAN DE92 2689 1484 1113 0288 00

Verwendungszweck:

SOS-Tierschutzprojekt 85

GreenGates Shelter

 

PayPal-Konto: kontakt@sos-regenbogenland.com
(bitte über an Freunde und Familie senden)


Spendenstand


 

Aktueller Spendenstand: 816 €


GreenGates Shelter


Als Tamara und Michael Artmann im Jahr 2013 in Deutschland alle Zelte abbrachen, um mit ihrem Motorradgespann und ihren beiden Hunden Olivia und Fussel auf Weltreise zu gehen, hatten sie absolut nicht geplant, nur zwei Jahre später in Bulgarien ein Haus zu kaufen, um sich dort niederzulassen.Bereits zuvor haben die beiden einige Reisen mit ihren Hunden gemacht und mit ihrem ausgefallenen Gespann viel Aufsehen erregt.

 

Da Tamara und Michael schon in der Vergangenheit ehrenamtlich für verschiedene humanitäre Organisationen tätig waren, kam ihnen die Idee, diese Aufmerksamkeit für gute Zwecke zu nutzen.

 

Wer sich über die zahlreichen Projekte der beiden informieren möchte, dem sei ein Besuch ihrer Homepage empfohlen. Ihr jetziges Projekt haben Tamara und Michael „GreenGates“ genannt, weil das in Bulgarien gekaufte Haus ein grünes Tor hat.

 

Bei der Aufnahme der Hunde geht es Tamara und Michael allerdings nicht nur um die Versorgung mit Futter, sondern vielmehr auch um medizinische Versorgung, Kastration und sehr oft auch um Resozialisierung misshandelter Tiere. Dass Tamara Tierärztin und Osteopathin für Tiere ist, hilft dabei natürlich sehr. Einige der aufgenommenen Hunde konnten auch bereits in ihre eigenen Familien vermittelt werden. Der SALVA Hundehilfe e. V. hat auch regelmäßig Hunde von Tamara und Michael in der Vermittlung.