GreenGates – Ein Herz für Pfoten


Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

 

Dieser scherzhafte Kommentar beschreibt den Verlauf der im Jahre 2013 gestarteten Weltreise von Tamara und Michael Artmann mit ihren damals zwei Hunden Olivia und Fussel in ihrem eigens gebauten Motorradgespann wohl sehr treffend.

  

 

Das 2015 in Bulgarien gekaufte Haus und Grundstück sollte eigentlich nur ein vorübergehender Aufenthaltsort sein und als „Basislager“ für weitere Reisen dienen.

 

Nachdem die beiden seit ihrem vorherigen Aufenthalt in Albanien bereits drei Hunde hatten, nahmen sie sich kaum in Bulgarien angekommen der auf dem Dorffriedhof ausgesetzten Hündin Mila mit ihren Welpen an. An eine Weiterreise in ihrem Motorradgespann war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr zu denken.

 

Danach ging es dann Schlag auf Schlag. Eine Streunerhündin wurde ebenso aufgenommen wie auf einem verlassenen Grundstück „vergessene“ Kettenhunde sowie zahlreiche ausgesetzte Welpen. Leider ist es in Bulgarien insbesondere in den ländlichen Gegenden völlig undenkbar, Hunde kastrieren zu lassen. Hier wird sogar argumentiert, dass dies den Hunden Schmerzen bereiten würde. Dagegen Welpen – oft nur wenige Wochen, Tage oder gar Stunden alt – auszusetzen, wird als völlig normal angesehen und ist leider an der Tagesordnung.

 

 

Schnell hatte sich im Dorf natürlich auch rumgesprochen, dass die beiden Deutschen ein wenig „hundeverrückt“ sind und immer öfter wurden und werden Hunde und insbesondere auch Welpen bei ihnen abgegeben oder aber an Stellen ausgesetzt, dass Tamara und Michael praktisch drüber stolpern, wenn sie ihr Grundstück verlassen.

 

 

Bei der Aufnahme der bisher über 60 Hunde geht es Tamara und Michael allerdings nicht nur um die Versorgung mit Futter, sondern vielmehr auch um medizinische Versorgung, Kastration und sehr oft auch um Resozialisierung misshandelter Tiere. Dass Tamara Tierärztin und Osteopathin für Tiere ist, hilft dabei natürlich sehr. Einige der aufgenommenen Hunde konnten auch bereits in ihre eigenen Familien vermittelt werden.

 

An Ostern 2016 zog dann Handicap-Hündin Lyvka im GreenGates Shelter ein. Für Lyvka hatten wir auch unser SOS-Tierschutzprojekt 22 eingestellt.

 

Nicht zuletzt nachdem Tamara und Michael nunmehr nach über zwei Jahren entschieden haben, Lyvka ein dauerhaftes Zuhause zu geben, ist an eine Fortsetzung der Weltreise in absehbarer Zukunft nicht zu denken.
Lieben Dank an Simon Maurischat, der die Patenschaft für Lyvka weiterlaufen lässt!

 

Aber auch ohne Lyvka wäre eine Motorradreise mit im Schnitt permanent 15 – 20 Hunden nicht möglich.

 

Aus diesem Grunde möchten Tamara und Michael Artmann nun aber auch Nägel mit Köpfen machen und ihre Hundeauffangstation, ihr GreenGates Shelter, ausbauen, da das bisherige Leben mit den zahlreichen Notnasen doch überwiegend aus Kompromissen und Improvisation bestand und noch besteht.

 

Zwischenzeitlich haben die beiden das angrenzende Grundstück dazugekauft, dieses gerodet und provisorisch eingezäunt, damit allen Hunden der nötige Freilauf ermöglicht werden kann. Dies ist insbesondere auch für die Schützlinge wichtig, mit denen aufgrund ihres Alters oder ihres Handicaps keine Spaziergänge möglich sind.

Aber bei so vielen Hunden unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Größe, Handicap oder Vorgeschichte ist es auch zwingend notwendig, diese zeitweise voneinander trennen zu können. Insbesondere gilt dies natürlich auch für Neuankömmlinge, die nur schrittweise in das Rudel integriert werden können. Nicht zuletzt im Hinblick auf die unter den Welpen weit verbreitete Parvovirose ist auch ein Quarantänebereich unabdingbar.

 

 

Um auch weiterhin Notnasen aufnehmen und verantwortungsvoll betreuen zu können, sind ein separates Hundehaus, ein isoliertes Quarantäne-Gehege, ein befestigter Innenhof und eine ausbruchssichere und sichtgeschützte Umzäunung des gesamten Grundstücks notwendig. Darüber hinaus soll ein Behandlungs- und Therapieraum eingerichtet werden, in dem Tamara Tiere auch osteopathisch behandeln kann.
Hier soll dann insbesondere auch die Möglichkeit geschaffen werden, dass Lyvka Wassertherapie erhalten kann, um ihre Muskulatur zu stärken und die Koordination ihrer Beine zu verbessern.

 

 

Das Hundehaus soll als Anbau an der Nordseite des kleinen Wohnhauses von Tamara und Michael entstehen. Es soll mehrere abgetrennte Räume mit Zugang in einen Freilauf haben. Darüber hinaus soll auch im Hundehaus ein kleinerer Quarantänebereich entstehen. Unter dem Hundehaus soll für die großen Futtervorräte ein nagersicherer Vorratskeller mit Futterküche errichtet werden.

 


 

Für die Zeit der Bauarbeiten am Hundehaus muss ein Gehege eingerichtet werden, in dem sich die Hunde während der Bauarbeiten aufhalten können. Dieser Bereich wird oberhalb des Innenhofes entstehen und später als Quarantänebereich für Neuzugänge dienen, bevor diese ins Rudel integriert werden können. Für dieses Hundegehege müssen noch die Verlegearbeiten von Wasserleitung, Abwasserleitung und Strom abgeschlossen, Drainageleitungen und Gullys zum Ableiten von Regenwasser verlegt, die Natursteinmauer zum Nachbargrundstück repariert, ein Zaun gesetzt, Gartentore gebaut und das Gelände präpariert werden. 

 

Abschließend müssen Unterstände, Hundeliegeplätze und Hundehütten als Sonnen- bzw Regenschutz gebaut werden. 

 

Der Innenhof war ursprünglich einmal ein Garten.

Da er aber die einzig praktikable Möglichkeit eines permanenten Zugangs für die Hunde nach draußen bietet, hat sich der „Traum“ eines schönen Gartens schon lange erledigt, da kein Garten auf Dauer 15 bis 20 Hunde aushält. Sobald das Wetter mal nicht warm und trocken ist, versinken sowohl Zwei- als auch Vierbeiner im Schlamm.

Daher muss der Innenhof befestigt werden.

 

Hierfür müssen das Scheunenvordach zum Innenhof abgerissen, vier Bäume gefällt, Drainageleitungen und Gullys zum Ableiten von Regenwasser verlegt, Wasserleitungen, Abwasserleitungen und Strom verlegt, die Stützmauer zum Hang wiederaufgebaut, das Gelände begradigt und verdichtet und Wege aus Natursteinplatten verlegt werden. Kieselsteine auf Unkrautflies sollen als pfotenfreundlicher und matschfreier Bodenbelag dienen.

Gegen aufkommende Langeweile wird es Buddelecken mit Rindenmulch und Sand geben.

 

 

Da sich die Schützlinge von Tamara und Michael Artmann im Rudel frei auf dem Grundstück bewegen können, ist es auch notwendig, das Grundstück vollständig ausbruchssicher einzuzäunen. 

 

 

Nachdem es mittlerweile Schützlinge gegeben hat, die über 1,50 m hohe Mauern gesprungen und über Zäune geklettert sind, sich unter Zäunen durchgebuddelt und Draht durchgebissen haben, reichen die provisorischen Zäune und Tore auf Dauer einfach nicht mehr aus.

 

 

Für die geplanten Bau- und Renovierungsarbeiten werden jede Menge Materialien benötigt:

 

Bauholz (Hauswände, Holzdecken); Stützbalken, Dachsparren; Holzlasur; Welldachplatten, durchsichtig; Teerpappe; Dachziegel; Dachrinnen; Isolierung; Fliesen, Fliesenkleber, Fugenmasse, Silikon; Türen und Fenster, Hundeklappen; Kellertüren (Metall); Elektroinstallation; Beleuchtung; Infrarotheizungen; Zement, Gesteinskörnung, Sand für Betonfundament und Kellerwände; Transportbeton; Hohlblocksteine (Kellerwände und Teil der Grundstücksmauer); Verputz und Wandfarbe; Zaunpfosten, Pfostenschuhe, Stabmattenzaun (Hundehaus-Auslauf), Armierungseisen (Grundstücksumzäunung); Zaunverblendung (Holzlatten als Sichtschutz); Rollzaun (Quarantänebereich); Metall Flach- und T-Verbinder; Schrauben, Nägel, Draht; Feuchtigkeitssperre/Folie; Verschalungsmaterial; Baustützen; Flusskies, Rindenmulch- und Sandeinlage; Schotter für Drainage, Membraneinlage; Pflastersteine; Drainageleitungen und Rohre; Wasserleitungen; Elektroleitungen

 

Da die tägliche Versorgung der Schützlinge bereits viel Zeit in Anspruch nimmt und die Bauarbeiten überwiegend schweißtreibende Handarbeit sind, werden Tamara und Michael Artmann all diese Arbeiten nicht ohne einige zusätzliche helfende Hände schaffen. Und auch wenn Arbeitskraft in Bulgarien um einiges günstiger als in Deutschland ist, gibt es sie nicht kostenlos. Momentan rechnen die beiden damit, in den nächsten fünf, sechs Monaten im Schnitt zwei Arbeitskräfte an fünf bis sechs Tagen in der Woche zu brauchen. Das allein ergibt Arbeitslohnkosten von 5000 bis 7500 €.

 


Zusammen mit den Materialkosten und einigen wenigen Handwerkerstunden (Elektriker) ergibt sich ein Gesamtbedarf von etwa 18.000 €. 

 

Wenn Sie den Ausbau des GreenGates Shelters von Tamara und Michael Artmann und damit auch deren zukünftige Tierschutzarbeit unterstützen möchten, können Sie dies durch Direktspenden und Spendeneinkäufe tun.

 


Update vom 17. Juni 2018

 

Im Greengates Shelter wird fleißig gewerkelt. Die Arbeiten zur Befestigung des Innenhofes gehen weiter. Zuerst mussten noch die Wurzeln der gefällten Bäume und Büsche entfernt werden.

 

 

Bei allen Arbeiten werden Tamara und Michael Artmann von ihren Schützlingen tatkräftig unterstützt. Man könnte aber auch meinen, dass sie die Bauaufsicht übernommen haben. 

 

 

Nach der harten Arbeit hatten sich die vierbeinigen Bauleiter ihr Abendbrot auch mehr als verdient. 

 


Update vom 20. Juni 2018

Nachdem bisher leider keinerlei Spenden für den Aufbau des Greengates Shelters in Bulgarien eingegangen waren, ist die erste Spende dann aber auch gleich der Hammer!

Den stolzen Betrag von 500 € hat Gabriele Ronge-Müller zugunsten des SOS-Tierschutzprojekts 85 überwiesen.

Auch im Namen von Tamara und Michael Artmann und ihren Schützlingen sagen wir vielen herzlichen Dank! 💞


Update vom 30. Juni 2018

Im Greengates Shelter ist man weiterhin fleißig. Nachdem nun fast alle notwendigen Zu- und Abwasserleitungen, Drainagen und Stromkabel unter der Erde verlegt werden konnten, konnte auch die Wasseruhr erneuert werden. Dank Motorsense und vor allem der tatkräftigen Unterstützung von Schützling Molly konnte auch der wild wuchernde Urwald gebändigt werden, so dass nunmehr am oberen Hundegehege weitergearbeitet werden kann. Dort muss als nächstes der gesamte Boden geebnet werden und die Zäune müssen repariert werden. Darüber hinaus muss eine richtige Tür eingebaut werden. Danach kann dann der Rindenmulch für die Fellnasen verteilt werden.

 

 

Handicaphündin Lyvka genießt währenddessen die Sonne und wünscht allen Unterstützern und vor allem ihrem Paten Simon Maurischat eine schöne Sommer- und Ferienzeit.

 


Update vom 19. Juli 2018

Da der geplante Therapieraum im Hinblick auf die zahlreichen vorrangigen Arbeiten im Greengates Shelter wahrscheinlich erst im nächsten Jahr in Angriff genommen werden kann, haben Tamara und Michael Artmann nach einer Übergangslösung für eine Wassertherapiemöglichkeit für Handicaphündin Lyvka gesucht und auch gefunden. Sie haben eine große Tonne gekauft, die in die Erde eingelassen wird.

 

Die Tonne kommt noch etwas höher als auf dem einen Foto zu sehen ist, da sie noch in ein Kiesbett gesetzt wird. In die Tonne gehen 750 l Wasser. Sie wird noch zwei Anschlüsse für Abfluss und Pumpe erhalten. Die Tonne hat gut 90 € gekostet.

 

 

Aus Sicherheitsgründen wurde für Lyvka auch eine Schwimmweste angeschafft. Diese hat 42,50 € gekostet. Die Anprobe der Schwimmweste fand Lyvka nicht so toll, aber natürlich gilt auch hier Safety first! 😄

 

 

Wir werden sicherlich kurzfristig Bilder von Lyvkas erster Wassertherapie zeigen können.


Update vom 14.08.2018

Im Greengates Shelter sind Tamara und Michael Artmann noch mit dem Verlegen von Leitungen quer über das ganze Grundstück beschäftigt. Damit überall gebaggert werden kann, wo es notwendig ist, und dabei das Grundstück aber ausbruchssicher bleibt, muss immer wieder Zaun verschoben werden. Dies ist natürlich auch zeitaufwendig.

Um das starke Gefälle zu überbrücken, müssen die Gräben sehr tief ausgehoben werden. Mehrmals täglich müssen die gezogenen Gräben nach "unfreiwilligen Besetzern" durchsucht werden, insbesondere bevor Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen zugeschüttet werden.

Stetige Materialkontrolle und Abnahme der erfolgten Baumaßnahmen ist durch die Schützlinge im Greengates Shelter gewährleistet. Manchmal wird das schwere Arbeitsgerät auch für ein Mittagsschläfchen zweckentfremdet. 

 

 

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei Christhild Weber bedanken, die das Greengates Shelter mit einer Spende von 200 € bedacht hat. 


Update vom 21. August 2018

 

Unvorhersehbare Ereignisse sorgen immer wieder dafür, dass Tamara und Michael Artmann ihre Baumaßnahmen im Greengates Shelter unterbrechen bzw besser gesagt andere Baumaßnahmen "einschieben" müssen.

Vor zwei Wochen tauchte auf einmal eine kleine ausgemergelte verflohte und sicher auch verwurmte Glückskatze vor den Toren des Greengates Shelters auf. Tamara und Michael haben sie zunächst einmal aus der Ferne beobachtet und ihr Futter und Wasser rausgestellt. Der erste Anruf galt dem Tierarzt, um einen Termin für eine Kastration der dreifarbigen Katze zu vereinbaren.

Die kleine Katze wurde schnell zutraulich und bei näherem Betrachten mussten Tamara und Michael feststellen, dass die ansonsten viel zu dünne Katze hochtragend war und ist.

Also wurde der Kastrationstermin beim Tierarzt zunächst einmal wieder abgesagt (nur aufgeschoben, nicht aufgehoben 😉) und die werdende Mama entwurmt und entfloht.

 

Nun musste natürlich eine Wurfbox hergerichtet werden. Dafür hat Tamara eine alte Hundehütte umgebaut und aufgehübscht. Jetzt ist die Hütte auch isoliert, gegen Regen geschützt und mit Decken ausgeschlagen. 

 

 

Aufmerksam beobachtet wird Tamara bei all ihren Arbeiten unentwegt durch Klein-Lisbeth. Die kleine Glückskatze saß Mitte Juni auf einmal vor der Tür des Greengates Shelters.

 

 

Mittlerweile hat sich auch das Geheimnis um die Herkunft der trächtigen Katze gelüftet - ein Mädchen aus der Nachbarschaft kam vorbei und hat sie als ihre Katze erkannt. Die Katze hört auf den hübschen Namen Tara. Vermutlich hatte Tara schon einmal Welpen, die ihr weggenommen wurden, weshalb sie sich jetzt einen sicheren Platz für die Geburt gesucht hat. Tara wird nunmehr ihre Welpen im Greengates Shelter bekommen und danach kastriert. Vielleicht kann sie anschließend in ihr ursprüngliches Zuhause zurückkehren. Zumindest gibt es dann keine weiteren ungewollten Katzenbabys mehr.

 

 

Da die werdende Mama und ihr zu erwartender Nachwuchs "hundesicher" untergebracht sein müssen, wurde das Gehegekonzept erst einmal wieder über den Haufen geworfen und ein Areal für die Katzen mit einem Zaun abgetrennt. Der Zaun wird noch mit Kaninchendraht verstärkt.


Update vom 25. August 2018

 

In der August-Ausgabe der Zeitschrift "Partner Hund" ist eine Reportage über Tamara und Michael Artmann und ihr Greengates Shelter erschienen, die wir Euch nicht vorenthalten möchten.

Die Redaktion der "Partner Hund" war auf die beiden aufmerksam geworden, die ja im Jahre 2013 ursprünglich einmal aufgebrochen waren, die Welt mit ihren damals noch zwei Hunden zu bereisen.
Wie wir aber ja mittlerweile alle wissen, kommt es erstens anders und zweitens als man denkt! 

 

 

Als "Honorar" für die Reportage hat die "Ein Herz für Tiere Media GmbH" einen Betrag von 300 € zugunsten unseres SOS-Tierschutzprojekts für das Greengates Shelter gespendet.


Update vom 27. September 2018

Auch im Greengates Shelter werden die vielleicht letzten sonnigen Tage für Außenarbeiten genutzt.

Bevor die Arbeiten am eigentlichen Hundehaus losgehen können, gilt es erst die "Mission Matschfreier Winter" zu erfüllen. Dafür werden im Innenhof alle Erdflächen mit Pflastersteinen bzw Kies bedeckt. Was Grünes wächst dort bei 16 Hunden, die toben, rennen, spielen und buddeln, ohnehin schon lange nicht mehr. 

Die Fotos zeigen einige Eindrücke von der Baustelle und belegen auch,dass das Arbeiten mit den Fellnasen, die überall ihren Senf dazugeben wollen, gar nicht immer so einfach ist. Da auf dem restlichen Grundstück tiefe Gräben gezogen sind, die eine ernsthafte Gefahr für die Fellnasen darstellen können, ist es aber auch nicht anders machbar, als dass die Hunde während der Arbeiten bei Tamara und Michael Artmann sind. Aber schließlich müssen die beiden ja auch beaufsichtigt werden.

 


Update vom 24. Oktober 2018

 

Da sich Tamara Artmann vom Greengates Shelter erheblich an Hand und Knie verletzt hat, konnte der Innenhof nicht mehr wie geplant in diesem Herbst gepflastert werden. Um die "Mission Matschfreier Winter" dennoch erfüllen zu können, musste also ein Plan B her. Daher wurden die Gräben im oberen Gehege, in denen die Hauptkanäle für Zu- und Abwasser liegen, die noch mit dem Kanal auf dem hinteren Grundstück verbunden werden müssen, abgedeckt. Michael Artmann hat 40 Hängerladungen Schutt rangekarrt, die auf dem Grundstück verteilt wurden. Das Ganze wurde dann mit vier Tonnen Rindenmulch aufgefüllt.

 

 

Äußerst "interessant" war im Übrigen, was sich so alles an Müll in vier Tonnen Rindenmulch findet, wie auf einem Foto zu sehen ist. 

 

 

Das "Wintergehege" hat einer ersten Belastungsprobe in Form von starkem Regen bereits standgehalten. Während im Innenhof alles voller Wasser stand und dementsprechend matschig wurde, ist das einzige, das die Fellnasen nun mit reinbringen etwas Rindenmulch.

 

Damit dies den ganzen Winter über so bleibt, müssen allerdings wohl noch ein paar Tonnen Rindenmulch nachgekauft werden.


 

 

Für den Ausbau des Greengates Shelters ging eine Direktspende in Höhe von 50 € ein. 

Im Betreff der Überweisung stand:

"Ein kleiner Beitrag für die großartige Arbeit von Tamara und Michael Artmann".

Herzlichen Dank an Jutta Kreuzmann für die großzügige Unterstützung!


Update vom 19. November 2018

 

Nachdem sich zwischenzeitlich herausgestellt hat, dass Tara - der letzte samtpfotige Neuzugang im Greengates Shelter - doch nicht trächtig war, wurde sie am Freitag kastriert. Der "dicke Bauch" war tatsächlich schlicht und einfach ein "Wurmbauch". Wie auf dem ersten Foto zu sehen ist, findet die eigens hergerichtete Wurfkiste aber dennoch Verwendung. 

Nachdem Tara ihren Narkoserausch ausgeschlafen hatte, schmeckte das Futter am Samstag auch schon wieder gut. Tara ist jetzentwurmt, entfloht, geimpft und kastriert und hat sich mittlerweile im Greengates Shelter richtig eingenistet. Taras Kastration hat 35 € gekostet. Vielleicht mögen ja auch ein oder auch zwei liebe Menschen eine Kastrationspatenschaft für sie übernehmen. Als kleines Dankeschön gibt es auch eine Patenschaftsurkunde.

 

 

 

In der Nacht hat es auch den ersten Schneefall gegeben. Die Außenarbeiten am Greengates Shelter werden daher wohl zunächst einmal pausieren müssen. Am Samstag wurden nochmals zwei Tonnen Rindenmulch im "Wintergehege" verteilt.

Den vierbeinigen Bewohnern des Greengates Shelters scheint die weiße Pracht jedenfalls zu gefallen.

 

 


 

Update vom 21. November 2018

 

Und es hat sich sofort ein lieber Mensch gefunden, der die Kastrationspatenschaft für Tara übernehmen wollte. 

 

Ganz  herzlichen Dank an Gisela Mengel für ihre Unterstützung!


Update vom 13. Dezember 2018

Ganz nach dem Motto, dass man mit Traditionen nicht brechen soll, hat Tamara Artmann, kaum dass Ehemann Michael sich auf den Weg gemacht hat, um Schützling Molly in ihr eigenes Körbchen nach Deutschland zu bringen, einen Neuzugang im Greengates Shelter zu verzeichnen.

Tamara und Michael Artmann haben die scheue Hündin bereits seit ein paar Tagen beobachtet und am Tor zu ihrem Grundstück gefüttert.

 

 

Am Dienstag kam die Hündin dann direkt auf Tamara zu und ließ sich mit auf das Grundstück nehmen. Aus der Nähe betrachtet wird erst deutlich, wie abgemagert die etwa 50 cm große Hündin ist. Tamara schätzt sie auf eineinhalb Jahre und denkt, dass sie sicherlich acht bis zehn Kilo zu wenig auf den Rippen hat. Sie hat auch einige ältere Schrammen und blutete an der Schnauze. Es liegt die Vermutung nah, dass es sich um eine als untauglich ausgemusterte Jagdhündin handelt. Im Umgang mit Tamara zeigt sie sich vorsichtig, aber sehr menschenbezogen und anhänglich sowie sehr verschmust.

Im Hinblick auf die auffällige Zeichnung am Auge hat Tamara die dünne Maus Domino getauft - nach einer Figur in den Marvel Comics.

Da Domino allein schon aus Quarantänegründen noch nicht ins Rudel integriert werden kann und im Zuge der Baumaßnahmen alle Ställe abgebaut wurden, hat Tamara ihr nunmehr auf dem hinteren Grundstück eine kuschelige Hundehütte hergerichtet. Der Boden ist mit Styropor ausgelegt und dick mit Stroh und Sägespänen angefüllt. Die Tür ist eine modische "Bademattenschwingtür". 😄

Für die kalten Nächte gibt es noch ein Snuggle Safe, ein Heizkissen für Tiere, das acht Stunden warm hält.

 

 

 

Der Test auf Parvovirose war glücklicherweise negativ.

Da die Bestände an Flohmitteln aufgebraucht sind, hat Tamara aus Resten von mehreren Seresto-Halsbändern ein Ungeziefer-Halsband für Domino gebastelt. Not macht halt erfinderisch. 

 

 

 

Um Domino aufzupäppeln, bekommt sie nun zunächst einmal hochkalorische Kost auf fünf kleinere Mahlzeiten am Tag aufgeteilt. Wenn sie etwas zu Kräften gekommen ist, kann auch die Entwurmung erfolgen.

Natürlich muss Domino auch geimpft werden. Tamara vermutet, dass Domino so um ihre erste Läufigkeit herum ist, und hofft, dass sie nicht bereits gedeckt wurde. Die Kastration wird dann natürlich auch so schnell wie möglich erfolgen.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieben Dank an Anke Lutz, die ab Dezember 2018 Domino mit allen vier Patenschaften versorgt hat.



SOS-Regenbogenland

IBAN DE92 2689 1484 1113 0288 00

Verwendungszweck:

SOS-Tierschutzprojekt 85

GreenGates Shelter

 

PayPal-Konto: kontakt@sos-regenbogenland.com
(bitte über an Freunde und Familie senden)


Spendenstand


 

Aktueller Spendenstand: 1281 €


GreenGates Shelter


Als Tamara und Michael Artmann im Jahr 2013 in Deutschland alle Zelte abbrachen, um mit ihrem Motorradgespann und ihren beiden Hunden Olivia und Fussel auf Weltreise zu gehen, hatten sie absolut nicht geplant, nur zwei Jahre später in Bulgarien ein Haus zu kaufen, um sich dort niederzulassen.Bereits zuvor haben die beiden einige Reisen mit ihren Hunden gemacht und mit ihrem ausgefallenen Gespann viel Aufsehen erregt.

 

Da Tamara und Michael schon in der Vergangenheit ehrenamtlich für verschiedene humanitäre Organisationen tätig waren, kam ihnen die Idee, diese Aufmerksamkeit für gute Zwecke zu nutzen.

 

Wer sich über die zahlreichen Projekte der beiden informieren möchte, dem sei ein Besuch ihrer Homepage empfohlen. Ihr jetziges Projekt haben Tamara und Michael „GreenGates“ genannt, weil das in Bulgarien gekaufte Haus ein grünes Tor hat.

 

Bei der Aufnahme der Hunde geht es Tamara und Michael allerdings nicht nur um die Versorgung mit Futter, sondern vielmehr auch um medizinische Versorgung, Kastration und sehr oft auch um Resozialisierung misshandelter Tiere. Dass Tamara Tierärztin und Osteopathin für Tiere ist, hilft dabei natürlich sehr. Einige der aufgenommenen Hunde konnten auch bereits in ihre eigenen Familien vermittelt werden. Der SALVA Hundehilfe e. V. hat auch regelmäßig Hunde von Tamara und Michael in der Vermittlung.