Gelähmte Hündin braucht dringend ein Zuhause


Im Juli letzten Jahres erhielt Miglena Dzhurova von der Stiftung Samtherzen e.V. einen dringenden Hilferuf von einem Freund. Lioness, eine streunende Hündin, die in Bulgarien auf der Straße gelebt hatte, wurde bei einem Autounfall schwer verletzt.
Die Menschen, die Lioness vor dem Unfall regelmäßig mit Futter und Wasser versorgt hatten, riefen einen Tierarzt zu Hilfe. 

 

 

Nachdem man die verängstigte Hündin endlich eingefangen hatte, wurde sie in der Tierarztpraxis in Gorna Oryahovitsa geröntgt. Die Röntgenbilder zeigten schlimme Verletzungen: Ein gebrochenes Becken, Ödeme im Bereich der Lunge und vermutlich einen gebrochenen Wirbel. 

 


 

Lioness wurde für weitere Untersuchungen in die Tierklinik nach Stara Zagora verlegt. 

Dort stellte man fest, dass die Wirbelsäule gebrochen war.
Lioness zeigte zwar noch Reflexe in den Hinterbeinen, aber die Rückenmarkschädigung war zu groß, sie konnte die Beine nicht mehr bewegen. Blase und Darm waren von der Lähmung Gott sei Dank nicht betroffen. Man beschloss auf eine Operation zu verzichten, da sie wenig Erfolg versprach und diesem total verstörten Hund nur noch unnötig zusätzlichen Stress bereitet hätte.


Eins stand fest, Lioness würde nie wieder draußen, schon gar nicht allein auf der Straße leben können.

 


Das Mädchen, das Lioness nach dem Unfall gefunden hatte, hatte Mitleid mit ihr und baute ihr übergangsweise einen kleinen Zwinger im Garten. Aber eine dauerhafte Lösung war das nicht - draußen konnte Lioness den Winter nicht verbringen.
Man wartete auf den Rollstuhl, der der gelähmten Hündin wieder ein wenig mehr Lebensqualität bringen sollte.

Aber bereits Ende August musste Lioness wieder aus ihrer vorläufigen Pflegestelle ausziehen.
Es gab wegen des Hundes Familienstreitigkeiten.

 

So gerne Miglena Dzhurova geholfen hätte, sie konnte Lioness nicht bei sich im Rettungshaus aufnehmen.
Lioness hatte riesengroße Angst vor anderen Hunden und Katzen. Es musste dringend ein eigenes Zuhause oder zumindest eine neue Pflegefamilie für Lioness gefunden werden... Aber niemand interessierte sich für das Schicksal von Lioness.

 

 

Lioness wurde schließlich im September wieder zurück in die Klinik gebracht.

 


Sie lebt noch immer in der Klinik auf dem Flur...

 

Bis zum heutigen Tag hat niemand Lioness gezeigt, wie sie den Rollstuhl benutzen kann.
Sie wird zwar versorgt, aber die Geborgenheit und Zuwendung einer eigenen Familie durfte sie bislang noch nicht spüren.

 

Verängstigt versteckt sie sich in der Ecke, wenn einmal Besuch kommt... so wie vor ein paar Tagen, als Miglena nach ihr schaute, um ein neues Foto von ihr zu machen.

Lioness braucht dringend eine Bezugsperson, die ihr Sicherheit und Geborgenheit gibt, die mit ihr trainiert. Denn mittlerweile versucht Lioness sogar ab und zu, sich wieder alleine aufzustellen.
Ein wenig Gefühl scheint in die Hinterbeine zurückzukehren. Es besteht Hoffnung!


 Update vom 12. März 2016

 

Miglena hat der gelähmten Hündin wieder einmal einen Besuch abgestattet. Lioness reagierte an diesem Tag erst ein wenig verunsichert auf die vielen Menschen und Tiere, die in die Klinik kamen, in der eine Kastrationsaktion stattfand.
Doch sie blieb ruhig in ihrem Eckchen liegen, wurde am Ende sogar ein wenig neugierig auf das ungewohnte Treiben.
Zum Abschied ließ sich Lioness sogar über den Kopf streicheln. Miglena glaubt, dass sie sich schnell wieder an alle sozialen Kompetenzen erinnern wird, gibt man ihr erst einmal eine Chance auf ein Leben in einem normalen Umfeld.

 


 

Wir sagen von Herzen Danke!

Andrea und Ulrike haben die Spendendose in ihrem Floristikfachgeschäft Ulli's Blumenshop wieder geleert und konnten 135 € für die Tiere der Stiftung Samtherzen e.V. auf unser Vereinskonto überweisen.

35 € sind für die gelähmte Lioness hinzugekommen!


Update vom 29.03.2016

 

Durch puren Zufall konnte in Bulgarien eine Pflegestelle für Lioness gefunden werden!

In einem Telefonat zwischen Tamara Artmann und Nicole Dax bezüglich einer Vermittlungshilfe kam zufällig auch Lioness zur Sprache, da Miglena Dzhurova von der Stiftung Samtherzen eine gemeinsame Freundin ist.

Tief bewegt von diesem Tierschicksal, sagte Tamara spontan ihre Hilfe für Lioness zu, deren bulgarischer Name Lyvka ist.
Lyvka bedeutet Löwin. Nach Rücksprache mit ihrem Mann Michael war es beschlossene Sache, dass Lioness zunächst einmal so schnell wie möglich zu ihnen kommen sollte.
Tamara und Michael Artmann sind ein deutsches Ehepaar, das sich im letzten Sommer in Bulgarien niedergelassen hat und binnen kürzester Zeit zu einer privaten Auffangstation für ausgesetzte, abgegebene und misshandelte Hunde geworden ist.
Einen Eindruck von den großartigen Leistungen der Beiden bekommt man auf ihrer Homepage http://www.travelnaid.de/.

 

 

Die Freude, dass Lioness nun endlich aus ihrer Isolation in der Tierklinik herauskommen sollte, war unermesslich, wurde aber doch nochmals gesteigert, als wir erfuhren, dass Tamara nicht nur Tierärztin ist, sondern auch als Physiotherapeutin und Osteopathin arbeitet. Welche Chancen sich für einen Hund mit gelähmten Hinterbeinen dadurch ergeben, braucht sicherlich nicht näher erläutert zu werden.

 

Am Ostersonntag war es dann soweit – Tamara hatte sich mit Miglena in der Klinik verabredet, um Lioness dort abzuholen. 


Leider – und das ist der traurige Teil unseres Updates – zeigte sich Lioness viel menschenscheuer und ängstlicher als befürchtet.

 

Hier wird ganz viel Arbeit auf Tamara und Michael zukommen, zunächst das Vertrauen von Lioness zu gewinnen. An irgendwelche physiotherapeutische oder osteopathische Behandlung ist derzeit überhaupt nicht zu denken, da sich Lioness nicht anfassen lässt.

Die Fotos zeigen Lioness einmal in der Klinik, in der sie sich in die hinterste Ecke des Raumes, in dem sie untergebracht war, verkrochen hatte, und nach dem Transport auf ihrem neuen Schlafplatz bei Tamara und Michael. 

 

An ihrem Blick kann man ihre ganze Angst und ihr Misstrauen erkennen. 

 

Lioness hat nunmehr ihr eigenes Reich mit einer großen, gemütlichen Kuschelecke eingerichtet bekommen.

Sie ist erst einmal von den restlichen Hunden getrennt, da sie große Angst vor anderen Hund hat.

 

Tamara und Michael verbringen so viel Zeit wie möglich mit Lioness, damit sie sich erst einmal wieder an die Nähe von Menschen gewöhnen kann.

 

Der Rolli, mit dessen Umgang Lioness vertraut gemacht werden muss, wird neugierig von ein paar der bei Tamara und Michael lebenden Schützlinge beäugt. Bis mit Lioness das Laufen mit dem Rolli geübt werden kann, wird allerdings wohl auch noch einige Zeit vergehen.

 

 

 

Aber zumindest das Futter schmeckt und wird mit großem Appetit verdrückt!

 

 

Es ist noch ein langer, weiter Weg, aber durch die Aufnahme von Lioness durch Tamara und Michael sind wir so zuversichtlich wie nie zuvor. Lyvka bekommt endlich eine zweite Chance! 


Update vom 08. April 2016

 

Seit Lioness (Lyvka) am Ostersonntag bei Tamara und Michael Artmann eingezogen ist, macht sie jeden Tag kleine Fortschritte.

 

Lioness ist wirklich extrem scheu und ängstlich. Sie ließ sich zunächst überhaupt nicht anfassen, weshalb der Gedanke, ihr Unterstützung beim Pipi machen geben zu können, gleich wieder verworfen werden musste. Aber Lioness hat die ihr eingerichtete „Toilette“ akzeptiert und versucht weitestgehend, diese aufzusuchen, um ihre Geschäfte dort zu erledigen.
Sie nimmt den „Grip“, den sie jetzt auf den Decken und Handtüchern hat, dankbar an. Tamara vermutet, dass das ständige Ausrutschen auf den glatten Fliesen in der Tierklinik Lioness zusätzlich geschwächt hat.

Da Lioness ihre Hinterbeine aufgrund der Lähmung meist hinter sich her schleift und sich dadurch beim Pipi machen nass macht, wurden nunmehr Inkontinenzunterlagen gekauft, um das Schlaflager besser ausstatten zu können.

 

Als Lioness sich einmal in ihrer Decke „verheddert“ hatte, ließ sie sich von Tamara so weit anfassen, dass sie ihr heraushelfen konnte. Tamara hat den Eindruck, dass Lioness hypersensibel auf Berührung am Rücken und an den Hinterbeinen reagiert. Als Tierärztin weiß Tamara aber, dass dies besser ist, als wenn ihre Beine nur schlaff herunterhängen würden. Zweimal hat Lioness mittlerweile kurz gestanden – mit dem Po an die Wand gelehnt.

 

Mittlerweile kann Tamara sie auch im hinteren Bereich ein wenig anfassen und Lioness hat sich nunmehr erstmals beim Pipi machen sowie beim Aufstehen und Hinlegen unterstützen lassen.

Sie nimmt Futter aus der Hand und kann auch tief und entspannt schlafen.

  

 

Langsam, aber sicher, wenn auch immer noch ein wenig misstrauisch fängt sie an, Streicheln und Kraulen zu genießen. 

 

 

Insgesamt macht Lioness einen ganz anderen Eindruck wie noch vor ein paar Tagen. Sie ist aufmerksam und beobachtet das Geschehen um sie herum.

 

 

 

Es mögen für viele nur kleine Schritte sein, aber für Lioness sind es Riesenschritte.

Es ist noch ein langer, langer Weg, aber der Anfang ist gemacht.


Update vom 17. April 2016

 

Lioness genießt sichtbar ihren ersten Ausflug ins Grüne.

 

 

Da uns das kleine Video von Lyvkas/Lioness' erstem Ausflug ins Grüne Tränen der Freude in die Augen getrieben hat, möchten wir Ihnen das Video natürlich nicht vorenthalten.

 


Update vom 22. April 2016

 

Ohne den lästigen Ohrclip lebt es sich doch gleich nochmal so schön.

Schön zu sehen, wie viel Vertrauen Lyvka/Lioness schon zu Tamara gefasst hat, dass sie sich den Ohrclip so problemlos entfernen lässt.

 


Update vom 27. April 2016

 

Lyvka (Lioness) macht so schnelle Fortschritte, dass wir kaum mit unseren Berichten hinterherkommen. 

Mit der Unterstützung ihres Pflegefrauchens Tamara Altmann wagt sie die ersten Gehversuche.

Diese Bilder lassen wirklich hoffen, dass Lioness das Vertrauen in die Menschen wiederfindet und vielleicht sogar ein normales Leben führen kann.

 


Update Mitte Mai 2016

Nachdem Lyvka (Lioness) mittlerweile großes Vertrauen in ihr Pflegefrauchen Tamara gewonnen hat, konnte auch endlich die dringend notwendige Fellpflege und Pediküre durchgeführt werden. Aus dem Berg "Wolle" könnte man fast einen zweiten Hund stricken. Lyvka selbst scheint es gar nicht fassen zu können, dass das alles von ihr ist. 

 


Update Mitte August 2016

 

Lyvka aus unserem SOS-Tierschutzprojekt 22 macht weiter Fortschritte.

Um aber größere Erfolge erzielen zu können, bräuchte Lyvka dringend regelmäßige Physiotherapie. Insbesondere Unterwassertherapie wie z. B. auch ein Unterwasserlaufband könnte Lyvka ein ganzes Stück weit nach vorne bringen.

Wie uns Lyvkas Pflegemama Tamara Artmann erklärt hat, muss Lyvka nämlich dringend Muskeln aufbauen und auch die Koordination der Hinterbeine wieder erlernen. Tamara behandelt Lyvka als ausgebildete Osteopathin für Tiere natürlich regelmäßig und übt so viel wie möglich mit ihr. Aber eine Unterwassertherapie ist vor Ort einfach nicht möglich.

 

Nunmehr kommt Lyvka in der dritten Septemberwoche nach Deutschland. Tamara und ihr Mann Michael müssen Lyvka gezwungenermaßen mit auf die Reise nehmen, da sich niemand findet, der Lyvka vor Ort in Bulgarien versorgt.

 

Der SALVA Hundehilfe e.V. sucht nunmehr händeringend nach einer End- oder aber auch Pflegestelle für Lyvka, damit diese in Deutschland bleiben kann und entsprechende Physiotherapie erhalten kann. Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn wir die immensen Kosten einer Physiotherapie ein Stück weit mitfinanzieren könnten.

 


Update Ende September 2016

 

Es konnte für Lyvka zwar ein Therapieplatz in Hamburg gefunden werden, jedoch keine Pflegestelle in der Nähe.
Lyvka musste Not gedrungen wieder mit Tamara und Michael Artmann die Rückreise nach Bulgarien antreten.


Update Ende November 2016

 

Auch wenn nach wie vor die Hoffnung und das Hauptaugenmerk darauf liegen, dass Lyvka wieder selbständig laufen kann, braucht sie jetzt eine Hilfe, um mehr Eigenständigkeit zu erhalten und mit ihren Hundekumpeln mithalten zu können. Seit Lyvka nämlich im ganzen Rudel ihrer Pflegeeltern integriert ist, möchte sie immer und überall dabei sein. Wenn ihre Kumpel rennen, will sie mitlaufen, was ihr natürlich nicht gelingt.
Das hat sie derart gefrustet, dass sie zeitweise sogar wieder unsauber geworden ist.

 

 

Der jetzige Rolli, den Lyvka von der Tierklinik in Bulgarien mitbekommen hat, ist gänzlich ungeeignet. Er ist viel zu schwer und auch in der ganzen Bauart nicht für Lyvka geeignet. Trotz häufigen Übens fällt Lyvka mit dem Rolli immer wieder komplett um.

 

Um Lyvka zu einem besseren Leben zu verhelfen, hat der SALVA Hundehilfe e.V. nunmehr bei der Firma Rehatechnik für Tiere einen maßgeschneiderten Rolli für Lyvka in Auftrag gegeben. Die Firma Rehatechnik für Tiere hat sich auf den Bau von Rollis für Tiere nach Maß spezialisiert, bietet aber auch noch jede Menge anderer Produkte für verletzte oder kranke Haustiere.

 

 

 

 

Damit der Bau des Rollis passgenau möglich ist, musste Lyvka eine richtige „Vermessungssession“ über sich ergehen lassen.

Damit man schon mal eine ungefähre Vorstellung von dem Rolli, der nunmehr für Lyvka gebaut wird, bekommt, hat uns die Firma Rehatechnik für Tiere ein paar Fotos von glücklichen Rolli-Hunden zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 







Der Rolli kostet 550,00 €. Hinzu kommen noch die Kosten für den Transport nach Bulgarien.

Bisher konnten wir bereits Spenden in Höhe von 357,00 € für Lyvka verbuchen.

Es wäre toll, wenn es uns mit Ihrer Hilfe gelänge, die Differenz auch noch beisteuern zu können.

 


Update vom 09. Dezember 2016

Lyvkas Rolli ist fertig.

 

Die Firma Rehatechnik für Tiere hat den Rolli so rechtzeitig fertigstellen und versenden können, dass er Lyvkas Pflegefrauchen Tamara Artmann noch während ihres Deutschlandaufenthalts erreicht hat.

 

Dadurch konnte der Rolli gleich mit in den Flieger gepackt werden - natürlich erst, nachdem der Rolli einmal ausgepackt und in Augenschein genommen worden ist.

 

 

 

 

Die Transportkosten für den Flug kommen natürlich noch auf die Rechnung von 550,00 € für den Rolli on top. Allerdings - und das muss ja auch mal erwähnt werden - hat die Angestellte am Flughafen die eigentlichen Transportkosten in Höhe von 100,00 € auf 75,00 € reduziert, nachdem sie erfahren hatte, zu welchem Zweck der Rolli auf Reisen geht.

 

Bisher konnten wir 490,00 € an Spenden für Lyvka verbuchen. Im Hinblick auf die Kosten für den Rolli inklusive Transport in Höhe von 625,00 € würden wir uns freuen, wenn wir auch weiterhin auf Eure Unterstützung zählen können.

 

Dafür versprechen wir auch in Kürze Aufnahmen von Anprobe und ersten "Gehversuchen".


Update vom 14. Dezember 2016

 

Über eine erste Anprobe des Rollis hinaus ist es durch einen heftigen Wintereinbruch in Bulgarien bisher nicht gekommen.

 

 

Lyvka scheint es aber zu gefallen - Schnee ist viel schöner als so ein doofer Rolli. ;-)

Natürlich werden wir aber berichten, wenn das Rolli-Training wieder aufgenommen wird.

 


Update vom 19. Dezember 2016

 

Die Hälfte des diesjährig ausgezahlten Reinertrags der Volksbank wurde uns für die Anschaffung des Rollis für Lyvka ausgezahlt.


Herzlichen Dank an die Volksbank für die Unterstützung dieses Projektes mit 150 €!

 

 

 

 

 

Die andere Hälfte der Reinertragsauszahlung wurde für die Anschaffung einer Wildkamera und Wärmelampen für das Winterquartier der Streunerkatzen aus Projekt 45 verwendet.


Update vom 30. Dezember 2016

Da sich der Winter in Bulgarien offenbar eingenistet hat, werden Bilder vom Rolli-Training wohl noch weiter auf sich warten lassen. Aber dieses neue Video von Lyvka im Schnee ist wohl mehr als eine Entschädigung. 


Lyvka fand im Oktober 2016 ihren Paten.



Dezember 2016



Update Mitte März 2017

Nachdem so langsam aber sicher der Frühling in Bulgarien einkehrt, musste Lyvka aus unserem SOS-Tierschutzprojekt 22 eine erste Rolli-Trainingsstunde absolvieren. Noch ist Lyvka nicht so richtig glücklich mit dem "Anhängsel" und sie versucht immer mal wieder, sich aus dem Rolli zu befreien. Aber Tamara und Michael Artmann zeigen ihr liebevoll und geduldig die richtige Haltung und Bewegung in dem Rolli. Und wenn dann ein Versuch klappt, fetzt sie richtig los.

Wir hoffen, dass sich das schöne Wetter in Bulgarien hält und wir bald ein kleines Video von weiteren Trainingseinheiten zeigen können. Bis dahin genießt Lyvka die trainingsfreie Zeit u. a. mit einem der zuletzt von Tamara und Michael Artmann geretteten Welpen.

 


Juli 2017



Update Mitte Juli 2017

 

Hier ein persönlicher Erfahrungsbericht von Tamara Artmann, die gemeinsam mit ihrem Mann, Michael Artmann, die Handicap-Maus Lyvka aus unserem SOS-Tierschutzprojekt 22 in ihrer Obhut hat:

 

 

"Nach knapp 1 1/2 Jahren bei uns hat Lyvka sich toll gemacht. Vom verschreckten, vernachlässigten und traumatisierten Straßenhund, der nichts und niemandem traut, hat sie sich zu einer liebenswerten und selbstbewussten Hündin entwickelt. Sie lässt sich von mir sehr gerne anfassen und ausgiebig knuddeln. Mittlerweile auch von meinem Mann Michael, was am Anfang ein großes Problem war. Seit einiger Zeit kann er sie auch sehr gut tragen und sie bei ihren Ausscheidungen unterstützen.

Lyvka schläft bei uns im Schlafzimmer und dank konsequentem Futtermanagement und regelmäßigen "Toilettengängen" muss sie nur noch einmal nachts raus für das "große Geschäft" und nicht mehr dreimal wie am Anfang. Was das Harnlassen betrifft, ist sie kontinent und muss mehrmals täglich durch Druck auf die Blase beim Wasserlassen unterstützt werden. Kot verliert sie, weil sie erst im letzten Moment merkt, dass sie muss, macht sich dann aber auch gleich bemerkbar. Eine Windel würde sie nicht akzeptieren. Das empfindet sie als Fremdkörper und versucht, davor zu flüchten oder nagt sie ganz einfach ab.

Sie kann ein paar Schritte alleine laufen, bis die Hinterbeine sich überkreuzen und dann alles blockieren. Mit mir als "lebende Tragehilfe" läuft sie sehr gut und ist manchmal fast zu schnell für mich unterwegs.

 

 

Den Rollwagen nimmt sie bisher noch nicht wirklich gut an, weil sie panische Angst vor dem Gestell hat - wie übrigens vor allen Gegenständen, mit denen man sich ihr nähert und sei es nur ein Maßband oder ihr Halsband. 

  

 

Das macht das Rolli-Training sehr schwer und zeitintensiv, weil wir sie zu zweit handeln müssen, damit sie sich nicht selbst verletzt oder panisch Reißaus nimmt. 

 

 

Dafür ist sie aber super anhänglich geworden und in unserem 14-köpfigen Rudel ein vollwertiges Mitglied, sozial akzeptiert mit guten Kumpels oder auch solchen, die sie nicht so toll findet, was sie dann auch schon mal zeigt.

Halt ein ganz normaler Hund, der auch Spaß am Buddeln von Erdlöchern hat und sogar wachsam ist. Wenn etwa Handwerker kommen, schlägt sie an und passt auf.

 

 

 

Fremde sind noch immer ein Problem. Da hat sie Angst und macht sich ganz steif, taut dann aber schneller auf, als das am Anfang der Fall war.

 

Ich denke nicht, dass Lyvka wieder länger aus eigener Kraft laufen können wird. Aber mit Unterstützung klappt es sehr gut. Vielleicht akzeptiert sie ja auch nach und nach den Rolli. Es ist schon besser geworden, aber leider noch nicht die Erleichterung, die wir uns für sie erhofft haben."


September 2017




Update vom 10. September 2017

Lyvka findet nach wie vor so gar keinen Gefallen an dem für sie angefertigten Rolli. Da ihre Hinterbeine nicht komplett gelähmt sind, setzt sie diese immer wieder mit ein, so dass ein Fortbewegen mit dem Rolli nahezu unmöglich wird. Für das regelmäßige Lauftraining, das Tamara und Michael Artmann mit Lyvka absolvieren, fehlte jedoch immer das richtige Hilfsmittel. Hier soll nunmehr ein dafür geeignetes Geschirr Abhilfe schaffen.

 

Unserem Teammitglied Nicole Dax ist es dank ihrer lieben Freundin Silke Schön gelungen, über hund-unterwegs ein geeignetes Geschirr zu bekommen. Da die Mitarbeiter von hund-unterwegs so angetan von Lyvkas Geschichte waren und sind, haben sie sich mit Accapi, dem Vertriebshändler von Ruffwear Deutschland, in Verbindung gesetzt.

 

Dort war man spontan bereit, das gewünschte Geschirr zu spenden. Ein passendes Brustpolster gab es on top.
Ganz lieben Dank für die Spende!

 


Update vom 05. Oktober 2017

Das Geschirr ist mittlerweile bei Lyvkas Pflegeeltern Tamara und Michael Artmann in Bulgarien angekommen und sitzt perfekt. Jetzt will natürlich auch fleißig geübt werden. Die Trainingsstunden werden von einem Teil der weiteren Schützlinge von Tamara und Michael Artmann genau beobachtet. Ein Video werden wir von einer der nächsten Trainingsstunden zeigen können. Das Üben ist nämlich ganz schön anstrengend für Lyvka und sie ist danach platt wie eine Flunder. 

 



Update vom 12. November

Hier haben wir ein erstes Video, auf dem Lyvkas Pflegeeltern Tamara und Michael Artmann mit ihr üben. Leider muss aber ähnlich wie bei dem für Lyvka angefertigten Rolli festgestellt werden, dass Lyvka jegliche Hilfsmittel ablehnt. Sie möchte lieber allein und selbständig laufen. Problem dabei ist aber, dass sich ihre Hinterbeine immer wieder überkreuzen, wodurch diese dann wegbrechen. Im Ergebnis muss leider erneut festgehalten werden, dass Lyvka einen Platz in Deutschland bräuchte, wo sie regelmäßige Physiotherapie erhalten könnte. Aus Lyvkas Sicht müsste sich aber wahrscheinlich gar nichts ändern, weil sie von ihren großartigen Pflegeeltern geliebt wird und auch voll im Rudel integriert ist.

 


Dezember 2017





April 2018



Update vom 12. Mai 2017

 

Unsere Handicapmaus Lyvka hat bei ihren Pflegeeltern Tamara und Michael Artmann in Bulgarien ein dauerhaftes Zuhause gefunden. Nach über zwei Jahren haben die beiden entschieden, dass es wohl so sein soll, dass die Maus bei ihnen bleibt. Auch wenn wir das SOS-Tierschutzprojekt 22 nunmehr beenden, werden wir Lyvka und Tamara und Michael Artmann weiter unterstützen. Auch oder gerade weil Lyvka nunmehr in Bulgarien bleibt, soll das Ziel z. B. der Unterwassertherapie nicht aus den Augen verloren werden.

 

Wir werden kurzfristig mit SOS-Tierschutzprojekt 85 für Tamara und Michael Artmann und ihr Greengates Shelter ein neues Projekt einstellen, mit dem wir die beiden Tierschützer beim Ausbau ihrer Auffangstation unterstützen möchten. Im Hinblick auf Lyvka liegt das Hauptaugenmerk auf einem Behandlungsraum mit Therapiepool. Auch einige andere Anschaffungen für Lyvka sind bereits in der Planung.

 

Hier sind wir Lyvkas Paten Simon Maurischat besonders dankbar, dass er seine Patenschaft weiterlaufen lässt.

 


Die Stiftung Samtherzen e.V. setzt sich in Zusammenarbeit mit dem SALVA Hundehilfe e. V. dafür ein, die kleine 'Löwin' Lyvka aus ihrer Isolation herauszuholen, sie in einer Pflegestelle zu resozialisieren und für sie ein geeignetes Zuhause zu finden. Wenn Sie uns dabei unterstützen möchten, geben Sie bitte SOS-Tierschutzprojekt 22 an! Danke!


Spendenstand





SALVA Hundehilfe e.V.


Das Team des SALVA Hundehilfe e. V. setzt sich ehrenamtlich für die Vermittlung, Vermittlungshilfe und Unterstützung notleidender Hunde ein. Hunde, die aufgrund ihres Alters, eines Handicaps, einer Krankheit oder auch einer verletzten Seele wenig Chance auf Vermittlung haben, liegen den Helfern besonders am Herzen.

 

Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Hund aus Deutschland oder dem Ausland stammt.

 

 

Gerade in den ost- und südeuropäischen Ländern haben diese „ganz besonderen“ Hunde kaum eine Überlebenschance geschweige denn die Aussicht auf ein lebenswertes Leben in einem eigenen Zuhause. 

 

Um diesen Notnasen zu einer Chance auf ein neues Leben verhelfen zu können, arbeitet das Team des SALVA Hundehilfe e. V. eng mit engagierten Tierschützern vor Ort zusammen.

 

Ein großer Teil der Arbeit des SALVA Hundehilfe e. V. liegt aber auch in der Unterstützung ausländischer Tierheime durch z. B. Futterlieferungen oder der Übernahme von Tierarztkosten. Auch Kastrationsaktionen – ein ganz wichtiger Punkt gerade im Auslandstierschutz – sind bereits durch befreundete Tierärzte und Teammitglieder in einem privaten Tierheim in Polen erfolgt.

Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine gute Dinge tun, können sie das Gesicht dieser Welt verändern!


Stiftung Samtherzen e.V. - Oryahovitsa, Bulgarien


Miglena Dzhurova gründete Anfang des Jahres 2015 die Stiftung Samtherzen e.V. und versucht seitdem auf sich allein gestellt, die Tiere vor Ort in Bulgarien zu retten und zu versorgen.
Vorher war sie Mitglied eines anderen Vereins, bekam aber zunehmend das Gefühl, dass mit den Tieren Geld verdient wurde.

So blieb ihr nichts Anderes übrig, als es allein zu versuchen.
Einige Monate überlegte sie, wie sie das schaffen könnte, denn sie hatte eine große Anzahl von Hunden zu versorgen und nur ihr Gehalt zur Verfügung.

Sie entschied sich dafür, im Interesse der Tiere weiterzumachen - egal wie.

 

Den Namen "Stiftung Samtherzen e.V." wählte sie ganz bewusst aus.
'Samt' steht für das Fell aller Hunde und Katzen... 'Herz' stellvertretend für das Wissen, dass ein Mensch mit Herz immer versuchen wird zu helfen und niemals auf den Gedanken kommt, ein Tier dafür zu verwenden, Geld zu verdienen!