Fast blinde Lilly benötigt eine Augenbehandlung


 

Am 24. Juli 2017 übernahm Miglena Dzhurova einen jungen Hund von Green Gates Shelter.

Tamara und Michael Artmann konnten zu dem Zeitpunkt leider absolut keinen weiteren Notfallhund bei sich aufnehmen. Die beiden hatten einen Notruf einer Nachbarin erhalten. Diese hatte einen kleinen Hund in erbärmlichen Zustand auf einer Hauptverkehrsstraße etwa 10 km entfernt aufgesammelt und gleich zum Tierarzt gebracht. 

 

 

Die Kleine hat mehrere oberflächliche Wunden und schorfigen Hautausschlag, aller Wahrscheinlichkeit nach Demodikose. Der örtliche Tierarzt schätzte sie auf zwei Jahre. Zu den Wunden und dem Hautproblem kommt noch hinzu, dass sie in beiden Augen grünen Star (Glaukom) zu haben scheint. Wahrscheinlich sieht sie fast nichts mehr. 

 

 

Miglena hat bereits eine Pflegestelle organisiert, aber erst einmal muss die Hündin zu Kräften kommen. So wie sie im Video ihre Mahlzeit verschlingt, wird sie sicherlich längere Zeit gehungert haben. 

 

 

Wir bedanken uns aufs Herzlichste bei Sascha Schlüter für die spontane und großzügige Medizintopfspende in Höhe von 300 €. Er gab der Kleinen den Namen Lilly.

 

So ist Lillys Augenuntersuchung und -behandlung auf jeden Fall erst einmal finanziell sicher gestellt.

 

 

Und mit Futter ist die Kleine auch versorgt.

 

Nachdem ihr Patenhund Cooper im letzten Monat verstorben ist, führt Sabine Härtl nun die Patenschaft für Lilly weiter.


Update vom 08. August 2017

 

Lilly wurde gestern in der Tierklinik in Veliko Tarnovo in Absprache mit der Tierklinik in Plovdiv weiterbehandelt, wo Lilly bereits letzten Freitag untersucht worden war. 

Alle angeordneten Bluttests fielen Gott sei Dank negativ aus.

 

 

 

Die Untersuchung ihrer Augen hat ergeben, dass weder ein Glaukom noch eine innere Infektion Ursache ihrer Augenprobleme ist. Sie erhielt eine erste Steroidinjektion und sollte sich die Augentrübung daraufhin bessern, wird diese Behandlung fortgesetzt.

 

Miglena Dzhurova war letzte Woche aufgefallen, dass etwas mit Lillys Maul nicht stimmte. Sie vermutete eine Entzündung der Zähne oder des Zahnfleisches. 

 

 

 

Lilly ließ eine nähere Untersuchung jedoch leider nicht zu. 

Der Tierarzt konnte nun mehrere Grannen aus Lillys Maul entfernen, die zwischen den Zähnen und dem Zahnfleisch steckten und eine Entzündung verursacht hatten. 

 

Auf der rechten Seite hat sie zudem ein Loch in der Wange, möglicherweise eine alte Bissverletzung, durch die Speichel und Futter nach außen dringen konnte und so eine Heilung verhinderte.

 

 

Diese Verletzung wurde nun unter Narkose genäht und Lilly muss erst einmal einen Kragen tragen. Sie erhält eine Woche lang Antibiotika.

 

Die Kosten für die Behandlung in der Tierklinik in Veliko Tarnovo betragen ca.100 € und konnten dank der großzügigen Medizintopfspende von Sascha Schlüter sofort beglichen werden.


Update vom 17. August 2017


Lillys Genesung macht große Fortschritte. Die Hautprobleme gehen von Tag zu Tag mehr zurück, das Fell ist nachgewachsen. Lilly erhält weiter in bestimmten Abständen ihre Steroide und ihr Sehvermögen hat sich unter dieser Behandlung tatsächlich gebessert. Sie erkennt die Gegenstände und Personen vor ihr wieder und läuft nicht mehr dagegen. 

Für ihre Wunde im Mundbereich bekommt sie einen Vitamin A-D-E-Komplex. 

 

 

 

Nächste Woche wird dem Tierarzt in Plovdiv Bericht erstattet und dann auch besprochen, wie es mit der Augenbehandlung weitergehen soll. Aber wir sind auf dem richtigen Weg! 

 

 

Miglena berichtet noch von Lilly, dass sie ein sehr süßer, anhänglicher Hund ist. Sie möchte ständig spielen und kuscheln, wahrscheinlich hatte sie ein recht hartes Leben und nun gilt es alles nachzuholen.

Nur beim Füttern muss Miglena sehr aufpassen, denn Lilly verteidigt ihren Futternapf hart gegen andere ‚Interessenten‘. Auch das kann man ihr nicht verdenken: So wie sie das Futter an ihrem ersten Tag bei Miglena verschlungen hat, hat sie sicherlich lange Zeit hungern müssen.


August 2017



Update vom 07. September

 

Lillys Fell ist nachgewachsen, die Wunden verheilt, nur die Behandlung ihres Augenproblems mit Steroiden hat nach einem anfänglichen Erfolg leider wieder zu einer Verschlechterung geführt. Nun soll noch einmal eine zweite Kur gemacht werden. Wir drücken die Daumen, dass mit veränderter Dosierung eine langfristig anhaltende Verbesserung erzielt werden kann. 



Dezember 2017


 

Lillys Augenproblem wurde mit Steroiden behandelt. Leider verschlechterte sich ihr Sehvermögen nach anfänglicher Besserung wieder. Die großzügige Medizintopfspende für Lilly in Höhe von 300 € wurde nicht vollständig benötigt, da Lilly leider durch eine Operation nicht zu helfen ist. 

Somit kann das SOS-Tierschutzprojekt 67 nun abgeschlossen werden. Nach Rücksprache mit dem Spender wird der Restbetrag von 120 € nun für eine Futterpatenschaft für den Neuzugang Lora aus Patenschaftsprojekt 16 verwendet. 


April 2018



Juni 2018



Dezember 2018



Spendenstand



Stiftung Samtherzen e.V. - Oryahovitsa, Bulgarien


Miglena Dzhurova gründete Anfang des Jahres 2015 die Stiftung Samtherzen e.V. und versucht seitdem auf sich allein gestellt, die Tiere vor Ort in Bulgarien zu retten und zu versorgen. Vorher war sie Mitglied eines anderen Vereins, bekam aber zunehmend das Gefühl, dass mit den Tieren Geld verdient wurde.

So blieb ihr nichts Anderes übrig, als es allein zu versuchen. Einige Monate überlegte sie, wie sie das schaffen könnte, denn sie hatte eine große Anzahl von Hunden zu versorgen und nur ihr Gehalt zur Verfügung.

Sie entschied sich dafür, im Interesse der Tiere weiterzumachen - egal wie.

 

Den Namen "Stiftung Samtherzen e.V." wählte sie ganz bewusst aus.
'Samt' steht für das Fell aller Hunde und Katzen... 'Herz' stellvertretend für das Wissen, dass ein Mensch mit Herz immer versuchen wird zu helfen und niemals auf den Gedanken kommt, ein Tier dafür zu verwenden, Geld zu verdienen!