SOS Stray Care - Kastrationsaktion in Bulgarien


Als Tierschützer kommt man immer wieder an den Punkt, wo man helfen möchte, es aber alleine nicht schafft.


Seit vielen Jahren versucht Miglena Dzhurova allein auf sich gestellt, jedem Tier zu helfen, das sie irgendwo hungrig und krank auf der Straße aufliest oder das von den Menschen aus ihrer Gemeinde heimlich, still und leise bei ihr auf dem Gelände entsorgt wird. Sie kann und will nicht nein sagen.

 

Seit 2015 versuchen wir sie mit Hilfe unserer SOS-Tierschutzprojekte auf diesem Weg zu begleiten und sie finanziell zu unterstützen. Doch wenn auch mit jedem erfolgreich abgeschlossenem Projekt einem Tier geholfen werden konnte, es nimmt nie ein Ende. Und man kann für noch so viele Tiere ein Zuhause finden, es werden immer mehr, denn das Grundproblem wird damit nicht gelöst… man versucht nur die Auswirkungen irgendwie in den Griff zu bekommen und das schlimmste Leid zu lindern.

 

Deswegen verfolgt Miglena zielstrebig ihren Traum von einem eigenen Rettungs- und Kastrationszentrum.


In Anbetracht der enormen finanziellen Mittel, die dafür gebraucht werden, ist dies eigentlich ohne die Hilfe von Sponsoren oder Stiftungen ein unmögliches Unterfangen.

 

 

Und doch gibt sie nicht auf, stellt Anträge, verhandelt mit der Gemeinde, sucht ständig nach neuen Möglichkeiten, wenn sich wieder einmal eine Hoffnung zerschlägt. 

Sie weiß aus tiefstem Herzen, dass es so nicht weitergehen kann: Die Tiere, die sie zu versorgen hat, werden immer mehr, der zur Verfügung stehende Platz auf ihrem Bauernhof immer weniger.

Den Nachbarn ist ihre kleine, private Rettungsstation allein schon wegen der Lärmbelästigung ein Dorn im Auge. Nicht wenige versuchen, ihre Tiere zu erschießen oder zu vergiften. So wie es mit allen unerwünschten Tieren in Bulgarien gehandhabt wird.

 

Das Leben eines Tieres zählt nichts

 


Mittlerweile hat Miglena die finanziellen Mittel für ein Stück Land zusammenbringen können, aber die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam und die Finanzierung der Zwingeranlage über Kredite steht noch immer aus.
Bis zur endgültigen Fertigstellung des Rettungs- und Kastrationszentrum wird noch viel Zeit ins Land gehen.
Das Grundproblem bleibt. es muss ein Weg gefunden werden, dem Straßentierproblem entgegenzuwirken:

 

Es müssen möglichst viele Hunde und Katzen kastriert werden, sowohl die streunenden Tiere als auch die Haustiere der Menschen, die dort leben.


Die Stiftung Samtherzen e.V. hat zusammen mit SOS-Regenbogenland nun einen ungewöhnlichen Weg beschritten:

Wir versuchen seit Mitte 2016 nicht mehr länger nur Menschen mit Herz zu finden, die einem Tier helfen möchten, das bereits in Not geraten oder erkrankt ist. Mit unserem SOS-Tierschutzprojekt 40 suchen wir nach Menschen, die einem der vielen streunenden Tiere durch eine Kastration ein besseres Leben ermöglichen wollen.


Miglena Dzhurova hat mit dem Tierarzt im nahe gelegenen Ort einen geringen Preis für jede Kastration aushandeln können.

Für 15 BGN können nun männliche Hunde und Katzen in der Tierarztpraxis kastriert werden. Für die Kastration eines weiblichen Tieres werden 30 BGN berechnet.

 

In ihrer Gemeinde macht sie bereits Werbung bei den Haustierbesitzern, dass auch ihre Tiere kostenlos kastriert werden können.


Denn letztendlich sind es auch die unerwünschten Nachkommen dieser Tiere, die bei ihr entsorgt werden.
Darüber hinaus bietet Miglena den Menschen an, sie bei dem Gang zum Tierarzt zu begleiten. 


Mittlerweile hat Miglena Dzhurova viele ehrenamtliche Helfer, die sie bei der wichtigsten aller Tierschutzarbeit unterstützen.


Wenn Sie einem Straßentier mit einer Direktspende die Kastration ermöglichen möchten, erhalten Sie von uns eine Dankesurkunde per Email und können für das Tier gerne einen Namen aussuchen.

 

Selbstverständlich können Sie auch einen anderen Betrag wählen oder dieses Projekt mit einem Spendeneinkauf unterstützen. Wir senden wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung zu, wenn Sie uns mit der Überweisung oder über unseren Kontakt Ihre Post- und Emailadresse mitteilen.

Nachfolgend eine Zusammenstellung der in 2020 kastrierten weiblichen Straßenschönheiten. Einige haben bereits ihren Kastrationspaten gefunden und von ihm einen Namen bekommen.

 

 

Und auch diese drei Hündinnen und sieben Straßenkater konnten zur Kastration gebracht werden.

 



Durch eine Großspende der Yoga Oase Seesen konnten die Kastrationskosten für weitere 31 Straßenschönheiten beglichen werden. Ein ganz dickes Dankeschön an Corina Groesche und ihre Kundinnen!

 


Hier unsere Kontodaten:

Sabine Härtl, Verein SOS-Regenbogenland 
IBAN DE92 2689 1484 1113 0288 00

BIC GENODEF1OHA

 

PayPal-Konto: kontakt@sos-regenbogenland.com
(bitte über 'Geld ins Ausland - an Freunde und Familie - senden')


Moschka war die erste Katze, die im Juli 2016 über unser SOS Stray Care Projekt kastriert werden konnte. 

Diese scheue, kleine Katze mit kurzem Schwänzchen kam regelmäßig zu Miglena ans Haus, um gefüttert zu werden. Leider war sie zu dem Zeitpunkt bereits trächtig. Wenige Wochen später gebar Moschka ihre Babys. Miglena gab ihr gutes Futter und seit Mitte Juli 2016 blieb sie den ganzen Tag am Haus und im Garten. Schon bald brachte sie ihre Jungen mit. Auch sie sind sehr zurückhaltend und scheu. Nur das kleine, orangefarbene Kätzchen ließ sich von Miglena anfassen und hochnehmen.
Das Katerchen bekam den Namen Pitou.


 

Bis zum heutigen Tag folgten viele hundert Tiere... Auf den folgenden Dokumentationsseiten sind alle Kastrationen mit Fotos, Datum und Dankesurkunden belegt.


Hier geht es zu den Dokumentationsseiten Teil 1Teil 2Teil 3 und Teil 4


Dokumentation der zweckgebundenen Mittelverwendung in 2019


Spendenstand



Stiftung Samtherzen e.V. - Oryahovitsa, Bulgarien


Miglena Dzhurova gründete Anfang des Jahres 2015 die Stiftung Samtherzen e.V. und versucht seitdem auf sich allein gestellt, die Tiere vor Ort in Bulgarien zu retten und zu versorgen. Vorher war sie Mitglied eines anderen Vereins, bekam aber zunehmend das Gefühl, dass mit den Tieren Geld verdient wurde. So blieb ihr nichts Anderes übrig, als es allein zu versuchen.

Einige Monate überlegte sie, wie sie das schaffen könnte, denn sie hatte eine große Anzahl von Hunden zu versorgen und nur ihr Gehalt zur Verfügung.

Sie entschied sich dafür, im Interesse der Tiere weiterzumachen - egal wie.

 

Den Namen "Stiftung Samtherzen e.V." wählte sie ganz bewusst aus.
'Samt' steht für das Fell aller Hunde und Katzen... 'Herz' stellvertretend für das Wissen, dass ein Mensch mit Herz immer versuchen wird zu helfen und niemals auf den Gedanken kommt, ein Tier dafür zu verwenden, Geld zu verdienen!