Postfach Chita



Eines Tages hörte Miglena ein jämmerliches Weinen. Es kam aus dem verfallenen Teil des Bauernhofes.
Wahrscheinlich hatte der Welpe versucht, durch die Öffnungen des großen Holztores zum Haus zu gelangen und war von den Hunden gebissen worden. Immer wieder hörte sie Welpenweinen und ein seltsames Bellen. Miglena konnte den Kleinen aber nicht finden. Er hatte sich unter den Holzbalken versteckt und kam nicht zum Vorschein.

 

Miglena machte sich große Sorgen, dass das Hündchen vor Hunger sterben würde und so stellte sie Futter in die Nähe des Ortes, wo sie das Jammern und Bellen immer wieder ausmachen konnte. Und tatsächlich, das Futter war jeden Morgen verschwunden. Endlich nach einer Woche sah sie das kleine, eineinhalb Monate alte Hundebaby. Es war so winzig und schrecklich ängstlich.
Aber da der Welpe hungrig war, kam er schließlich immer zu den Fütterungszeiten hervor. Ein Einfangen war aber nicht möglich.

 

Nach etwa einem Monat bemerkte Miglena, dass der Hund voller Flöhe war. Als es Miglena dann endlich gelang, das Kerlchen einzufangen, stellte sich heraus, dass es eine Hündin war und sie bekam den Namen Chita.
Nachdem Chita von den Flöhen befreit war, freundete sie sich schnell mit dem ersten Notfallhund der Rettungsstation an und blieb im Haus. Noch heute ist sie sehr scheu, verlässt das Haus nur, wenn Miglena alleine dort ist. Sie gesellt sich zu Miglena, kommt aber nicht zu nah.
Chita ist der „unsichtbare Hund geblieben“.



Im Oktober 2016 fand Chita ihre Futterpatin.



Oktober 2016



Dezember 2016



April 2017



Mai 2017



Juni 2017



September 2017



Dezember 2017



April 2018



Juni 2018



Dezember 2018



Juli 2019