Postfach Tara


Im August 2018 tauchte auf einmal eine kleine ausgemergelte, verflohte und sicher auch verwurmte Glückskatze vor den Toren des Greengates Shelters auf. Tamara und Michael beobachteten sie zunächst einmal aus der Ferne und stellten ihr Futter und Wasser hin.
Die kleine dreifarbige Katze wurde schnell zutraulich und bei näherem Betrachten mussten Tamara und Michael feststellen, dass die ansonsten viel zu dünne Katze scheinbar hochtragend war.

Also wurde die werdende Mama erst einmal nicht kastriert sondern nur entwurmt und entfloht.

 

Nun musste natürlich eine Wurfbox hergerichtet werden. Dafür hat Tamara eine alte Hundehütte umgebaut, isoliert und mit Decken ausgeschlagen, so dass die Katze gegen Regen geschützt war.

 

 

Aufmerksam beobachtet wird Tamara bei all ihren Arbeiten unentwegt durch Klein-Lisbeth. Die kleine Glückskatze saß Mitte Juni auf einmal vor der Tür des Greengates Shelters.

 

 

Mittlerweile hat sich auch das Geheimnis um die Herkunft der trächtigen Katze gelüftet - ein Mädchen aus der Nachbarschaft kam vorbei und hat sie als ihre Katze erkannt. Die Katze hört auf den hübschen Namen Tara. Vermutlich hatte Tara schon einmal Welpen, die ihr weggenommen wurden, weshalb sie sich jetzt einen sicheren Platz für die Geburt gesucht hat. Tara wird nunmehr ihre Welpen im Greengates Shelter bekommen und danach kastriert. Vielleicht kann sie anschließend in ihr ursprüngliches Zuhause zurückkehren. Zumindest gibt es dann keine weiteren ungewollten Katzenbabys mehr.

 

 

Da die werdende Mama und ihr zu erwartender Nachwuchs "hundesicher" untergebracht sein müssen, wurde das Gehegekonzept erst einmal wieder über den Haufen geworfen und ein Areal für die Katzen mit einem Zaun abgetrennt. Der Zaun wird noch mit Kaninchendraht verstärkt.


Update vom 19. November 2018

 

Nachdem sich zwischenzeitlich herausgestellt hat, dass Tara - der letzte samtpfotige Neuzugang im Greengates Shelter - doch nicht trächtig war, wurde sie am Freitag kastriert. Der "dicke Bauch" war tatsächlich schlicht und einfach ein "Wurmbauch". Wie auf dem ersten Foto zu sehen ist, findet die eigens hergerichtete Wurfkiste aber dennoch Verwendung. 

Nachdem Tara ihren Narkoserausch ausgeschlafen hatte, schmeckte das Futter am Samstag auch schon wieder gut. Tara ist jetzt entwurmt, entfloht, geimpft und kastriert und hat sich mittlerweile im Greengates Shelter richtig eingenistet. Taras Kastration hat 35 € gekostet. Vielleicht mögen ja auch ein oder auch zwei liebe Menschen eine Kastrationspatenschaft für sie übernehmen. Als kleines Dankeschön gibt es auch eine Patenschaftsurkunde.

 

 


 

Update vom 21. November 2018

 

Und es hat sich sofort ein lieber Mensch gefunden, der die Kastrationspatenschaft für Tara übernehmen wollte. 

 

Ganz herzlichen Dank an Gisela Mengel für ihre Unterstützung!



Februar 2021



März 2021



Juli 2021



Dezember 2021



Juni 2022



GreenGates Shelter


Als Tamara und Michael Artmann im Jahr 2013 in Deutschland alle Zelte abbrachen, um mit ihrem Motorradgespann und ihren beiden Hunden Olivia und Fussel auf Weltreise zu gehen, hatten sie absolut nicht geplant, nur zwei Jahre später in Bulgarien ein Haus zu kaufen, um sich dort niederzulassen.Bereits zuvor haben die beiden einige Reisen mit ihren Hunden gemacht und mit ihrem ausgefallenen Gespann viel Aufsehen erregt.

 

Da Tamara und Michael schon in der Vergangenheit ehrenamtlich für verschiedene humanitäre Organisationen tätig waren, kam ihnen die Idee, diese Aufmerksamkeit für gute Zwecke zu nutzen.

 

Wer sich über die zahlreichen Projekte der beiden informieren möchte, dem sei ein Besuch ihrer Homepage empfohlen. Ihr jetziges Projekt haben Tamara und Michael „GreenGates“ genannt, weil das in Bulgarien gekaufte Haus ein grünes Tor hat.

 

Bei der Aufnahme der Hunde geht es Tamara und Michael allerdings nicht nur um die Versorgung mit Futter, sondern vielmehr auch um medizinische Versorgung, Kastration und sehr oft auch um Resozialisierung misshandelter Tiere. Dass Tamara Tierärztin und Osteopathin für Tiere ist, hilft dabei natürlich sehr. Einige der aufgenommenen Hunde konnten auch bereits in ihre eigenen Familien vermittelt werden.