An Räude, Ehrlichiose und Anaplasmose erkrankt


29. Oktober 2019

 

Vor einer Woche las Miglena einen Hilferuf für einen unterernährten Streuner aus der Stadt Karlowo, der an extrem starker Räude litt.
Da sich niemand ernsthaft für sein Schicksal interessierte oder gar seine Hilfe anbot, nahm Miglena Kontakt auf. Die Übergabe wurde für das vergangene Wochenende vereinbart, da es Miglena unter der Woche nicht möglich war, nach Karlowo zu fahren.

Die zwei ehrenamtlich tätigen Tierschützer wollten den Hund suchen und ihn in Sicherheit bringen.
Schließlich fanden sie Karla in der Tierklinik der Gemeinde und mussten Karla offiziell ‚adoptieren‘, um sie vor der Tötung zu retten - eine gängige Methode im Gebiet Karlowo, sich der Streuner, vor allem der kranken Tiere, zu entledigen.

Eine andere Tierschutzfreundin erzählte Miglena von einer weiteren Hündin mit ähnlichen Krankheits-symptomen im nahe gelegenen Banya, so dass Miglena beide Tiere am letzten Samstag abholte.

 

Die in der Klinik durchgeführten Bluttests ergaben leider, dass beide Hündinnen an Ehrlichiose und Berta zusätzlich an Anaplasmose erkrankt sind - beides Infektionskrankheiten, die vornehmlich durch Zecken übertragen werden.

Karla und Berta leiden beide an Anämie.

Bei der schüchternen Berta entdeckte Miglena noch eine Augeninfektion, die sich aber bereits nach der Behandlung mit antibiotischen Augentropfen gebessert hat.

Abzuklären ist auch noch, ob Karla nur eine infizierte Wunde am linken Vorderlauf hat oder vielleicht doch ein Bruch dahinter steckt. Miglena hat das Beinchen erst einmal versorgt und bandagiert und hofft, dass Karla nicht geröntgt werden muss.

 


 

Nun gilt es vorrangig aber erst einmal, die Räude mit Antibiotika zu behandeln. Die beiden Tierschützer hatten Karla vorab bereits das Medikament Simparika verabreicht. Miglena hofft, dass die von Milben verursachte Hautkrankheit in den nächsten 10 Tagen abklingt und dann mit der Medikation gegen Ehrlichiose und Anaplasmose begonnen werden kann. Zusätzlich werden Karla und Berta mit einem Spezialshampoo behandelt.

 


Die beiden sind bei Miglena im Haus untergebracht und werden zweimal täglich zum Spielen in den Garten gelassen.

Bislang sind Kosten in Höhe von 215 BGN an Klinikkosten und Benzin entstanden, das sind umgerechnet ca. 110 €.

 


 

Wir bedanken uns von Herzen für die Medizintopfspenden von Ina Mlynikowski, Margit Egler und Karin Viola-Fuchs!


Berta hat in Sybille Knierim-Krieg auch bereits ihre Vollpatin gefunden und es stehen bereits die Spenden für Bertas Kastration zur Verfügung.
Herzlichen Dank!



Update vom 30. Oktober 2019

Die beiden Neuzugänge im Rettungszentrum der Stiftung Samtherzen e.V. haben sich gut eingelebt und legen - was bei ihrem ausgemergeltem Zustand niemanden verwundert - einen großen Appetit an den Tag. In diesem kleinen Video seht ihr Berta, wie sie sich ihr Abendbrot gut schmecken lässt.

 

 

Gott sei Dank hat Miglena Dzhurova noch Spenden von hochwertigem Dosenfutter aus Deutschland, mit dem sie die beiden wieder aufpäppeln kann. Aber Karla zeigt sich auch sehr kreativ, was die zusätzliche Futterbeschaffung angeh Als sie bei ihrem Aufenthalt im Garten in der Futterschale kein Trockenfutter vorfand, lief sie kurzerhand zu der Palette, auf der die Futtersäcke gelagert sind und bediente sich direkt an der Quelle! Ein Loch war schnell in den Sack mit Trockenfutter gebissen 
Ansonsten sind Bertas Augen dank der antibiotischen Tropfen wieder in Ordnung und Karlas Wunde am Vorderbein verheilt auch bereits. Da sie das Bein 'normal' einsetzt, wird auch kein Bruch vorliegen.

 

Aus Miglenas Freundeskreis sind weitere 235 BGN in bar an Spenden eingegangen, was die bisherigen Klinik- und Benzinkosten abdeckt.


 

Update vom 01. November 2019

Auch Karla hat nun ihre Futterpatin gefunden.
Ganz lieben Dank an Angela Buschmann!


Update vom 02. November 2019

 Man sieht es nicht nur an ihren Augen - Karla und Berta geht es bereits viel besser 
Sie bekommen noch einige Tage die ersten Antibiotika gegen ihre Räude und werden auch noch weiterhin mit dem medizinischen Shampoo behandelt. Man sieht bereits, dass die Härchen wieder sprießen. Trotzdem wird Karla ein Mäntelchen anbekommen, denn es soll nächste Woche kälter werden. So ist sie nicht nur gegen die Kälte geschützt, sondern die Haut bleibt auch frei von Bakterien. Das Bein lässt sie sich nicht mehr bandagieren, jeder Verband wird sofort wieder entfernt  Aber die Wunde ist gut verheilt. Die beiden Hündinnen hören schon auf ihre Namen und kommen sofort angelaufen, wenn Miglena Dzhurova sie ruft.


An die erste Antibiotikabehandlung wird sich wahrscheinlich dann nahtlos die zweite anschließen, damit auch die Ehrlichiose und Anaplasmose ausheilen kann. Natürlich wird Miglena Dzhurova vorher mit den Ärzten über den Zustand von Karla und Berta sprechen. Auf den Bildern kann man gut erkennen, dass Karla ein stattlicher Hund ist. Wirbelwind Berta war schwer scharf aufs Bild zu bannen, sie kann einfach nicht still stehen!

 


Update vom 06. November 2019

Dank weiterer Spenden von Angelika Handke sowie Tierheilpraktikerin Margit Egler und ihrer Kunden ist der Medizintopf der beiden Neuzugänge der Stiftung Samtherzen e.V. auf 133 € angewachsen!
Im Namen von Karla, Berta und Miglena Dzhurova ein ganz  dickes Dankeschön 

 



Update vom 10. November 2019

Beiden Mädchen geht es gut! Sie nehmen bereits die neuen Antibiotika gegen Erlichiose und Anaplasmose.

Karla und Berta haben ein sehr guten Appetit! Karla hat schon wieder ordentlich zugelegt und fühlt sich wie die Königin 😁 Beide Hündinnen bellen schon, um das Haus zu beschützen! Wirbelwind Berta ist sehr verspielt und will wieder einmal nicht still stehen, damit Miglena Dzhurova neue Fotos von ihr machen kann.

 


 

Update vom 17.11.2019

 

 Einfach mal so, um DANKE zu sagen für eine wunderbare Freundschaft  
Dagmar Wewer schenkt ihren guten Freunden Ulli und Andreas eine Kastration im Rahmen unseres SOS Stray Care Programms für die Stiftung Samtherzen e.V. und übernimmt die Kastrationskosten für Karla.

 

Sie hofft, dass vielleicht auch andere Menschen, denen Tierschutz am Herzen liegt, ihrem Beispiel folgen und eine Kastrationspatenschaft verschenken - ein Geschenk, das wirklich hilft! Die Urkunde wird den beiden natürlich noch mit der Post zugeschickt, als schöne Erinnerung an dieses einzigartige Geschenk.



Update vom 02. Dezember 2019

Die letzten Fotos von den beiden Hündinnen Karla und Berta zeigen, dass sie auf dem Weg der Besserung sind.
Bei Berta sprießt das Fellkleidchen schon wieder ganz ordentlich. Spätestens nach der nächsten Gabe von Bravecto wird auch Karla wieder das Fell nachwachsen.

 

 

Hier nun die Rechnungen über Tierarztbesuch, Antibiotika und Bravecto über insgesamt ca. 170 €. 


Dezember 2019



Update vom 19. Januar 2020

Heute gibt es aktuelle Bilder von  Karla und Berta  und wenn man sie mit den Bildern von vor zwei Monaten vergleicht, kann man kaum glauben, dass es sich um die selben Hunde handelt.

 

Am nächsten Mittwoch bzw. im Februar 2020 haben die beiden Hundedamen ihren Kastrationstermin.


Miglena Dzhurova wird die Gelegenheit nutzen und Röntgenbilder von Karlas Vorder- und Bertas Hinterlauf machen zu lassen, wenn die beiden in Narkose liegen. Auch wenn die Wunden gut verheilt sind, bestehen noch gewisse Probleme. Da Miglena diese nicht besser beschreiben konnte, als "dass die Beine nicht gleich aussehen", hat sie dieses kleine Video gemacht. Unten am vorderen linken Bein sieht man deutlich eine Schwellung, die leider nach Abheilung der Wunde an dieser Stelle nicht zurück gegangen ist.

 



Update vom 21. Januar 2020

André Scheppler unterstützt uns bereits seit zwei Jahren mit seiner Idee, den Kunden seiner nebenberuflich betriebenen Werkstatt für Möbel und Design anzubieten, freiwillig den Kaufpreis aufzurunden und so für unsere SOS-Tierschutzprojekte zu spenden. Darüber hinaus lässt er uns von jedem Auftrag einen Teil seines Erlöses als Spende zukommen.

Mit der heutigen Spende seiner Behome Manufaktur möchte er Karlas und Bertas Medizintopf auffüllen, die in dieser Woche röntgen-diagnostisch untersucht werden.

Dafür ganz lieben Dank!


Update vom 23. Januar 2020

Karlas Kastration am gestrigen Tag verlief komplikationslos. Wie geplant wurden während der Narkose Röntgenbilder von der Stelle des Vorderlaufs gemacht, die eine Verdickung aufweist. Es wurden keine Hinweise auf eine innere Verletzung oder andere Auslöser wie z.B. Schrotkugeln gefunden. Die Tierärzte vermuten, dass sich als Folge der infizierten Wunde eine Exostose gebildet hat. Darunter versteht man eine Knochenwucherung, die sich von der Knochenoberfläche aus bildet. Heute wird Miglena die Gelegenheit nutzen und die Röntgenbilder auch den Orthopäden der Tierklinik in Stara Zagora zeigen, wenn sie Chita zu ihrem OP-Termin dorthin bringt.

 

Hier die Rechnung über die Kosten für Kastration und Röntgen.

 


 

Update vom 16. Februar 2020

Wir bedanken uns für eine weitere Medizintopfspende von Tierheilpraktikerin Margit Egler und ihren Kunden, mit der auch die letzte Röntgenuntersuchung von Karla beglichen ist. Laut Aussage der Orthopäden lässt sich für Karla Bein nichts machen, nur hoffen dass es mit der Zeit besser wird.

 Herzlichen Dank  für die regelmäßige Unterstützung!


Update vom 14. März 2020

Gestern endlich konnte auch Berta kastriert werden und schon heute geht es ihr wieder sehr gut, sie frisst mit Appetit und zeigt sich verspielt.

Bei der Gelegenheit wurden auch ihre Hinterläufe geröntgt, da sie unterschiedlich stark sind.
Auch wenn die Kleine erst ein Jahr alt ist, muss sie -bereits einige Monate bevor Miglena sie aufnahm -
im Welpenalter schwer verletzt worden sein.
Die Röntgenaufnahmen zeigen einen Bruch des Beinknochens, dieser Knochen ist verdickt.
Außerdem erlitt sie einen Beckenbruch, ein kleines Stück des inneren Beckens fehlt.

 

Berta muss nicht operiert werden, da die Brüche bereits ausgeheilt sind und sie weder behindern noch Schmerzen bereiten.


Für die Kastration fielen 100 BGN an, die Kosten wurden bereits über unser SOS Stray Care Projekt 40 im letzten Jahr gesammelt. Nochmals herzlichen Dank! Das Röntgen kostete nochmals 32 BGN.

 


Juli 2020


 

Berta konnte am 10. Juli nach Deutschland in ihre eigene Familie ausreisen.



Spendenstand



Stiftung Samtherzen e.V. - Oryahovitsa, Bulgarien


Miglena Dzhurova gründete Anfang des Jahres 2015 die Stiftung Samtherzen e.V. und versucht seitdem auf sich allein gestellt, die Tiere vor Ort in Bulgarien zu retten und zu versorgen.
Vorher war sie Mitglied eines anderen Vereins, bekam aber zunehmend das Gefühl, dass mit den Tieren Geld verdient wurde.

So blieb ihr nichts Anderes übrig, als es allein zu versuchen.
Einige Monate überlegte sie, wie sie das schaffen könnte, denn sie hatte eine große Anzahl von Hunden zu versorgen und nur ihr Gehalt zur Verfügung.

Sie entschied sich dafür, im Interesse der Tiere weiterzumachen - egal wie.

 

Den Namen "Stiftung Samtherzen e.V." wählte sie ganz bewusst aus.
'Samt' steht für das Fell aller Hunde und Katzen... 'Herz' stellvertretend für das Wissen, dass ein Mensch mit Herz immer versuchen wird zu helfen und niemals auf den Gedanken kommt, ein Tier dafür zu verwenden, Geld zu verdienen!