Aya braucht Implantat in der Wirbelsäule


Es ist kaum vorstellbar, welches Leid Aya in ihrem jungen Leben schon ertragen musste. Mitte Oktober 2020 wurde die erst sechs Monate alte Hündin mit schwersten Verletzungen neben einer Straße nahe eines Roma-Dorfes gefunden. Mindestens ein bis zwei Tage lang hatte sie dort nach einem Autounfall bewegungsunfähig in Nässe und Schlamm ausharren müssen, bis sie endlich gefunden und das Asyl benachrichtigt wurde. 

 

Die Untersuchung in der Tierklinik erbrachte die bittere Gewissheit über das Ausmaß ihrer Verletzungen: 
Eine offene Fraktur des linken Hinterbeins, die bereits zu einer massiven Entzündung und einsetzenden Blutvergiftung (Sepsis) geführt hatte, ein Abriss eines Teils ihrer Rute sowie schwere Verletzungen im hinteren Bereich der Wirbelsäule. Da ihre Verletzungen nicht schnell genug versorgt werden konnten, hatte die Hündin zudem einen hohen Blutverlust erlitten. Aya stand an der Schwelle des Todes.

 

 

Gemeinsam mit den Tierärzten beschlossen Goga und ihr Team, um Ayas Leben zu kämpfen. Jedes Wesen ist kostbar und einzigartig. Um sie zu stabilisieren, wurden ihr umgehend schmerzstillende Medikamente und Antibiotika verabreicht. Anhand von täglichen Blutbildern wurde der Verlauf beobachtet ... und zur großen Freude der behandelnden Tierärzte und aller im Asyl zeigte die Behandlung Erfolge, so dass bald Hoffnung bestand. Bereits nach fünf Tagen durfte Aya die Tierklinik verlassen und wird nun im Asyl von ihrer Betreuerin Veronika liebevoll umsorgt. Leider war Ayas Bein nicht zu retten. Es musste amputiert werden, ebenso wie ihre Rute.

 

 

Aya zeigt jeden Tag aufs Neue, dass sie leben möchte. Sie ist voller Lebensfreude, geduldig und verschmust, dankbar für jede noch so kleine Zuwendung und würde am liebsten den ganzen Tag gestreichelt werden. Auch ihr Appetit lässt nicht zu wünschen übrig. Doch der schwierigste Eingriff steht ihr noch bevor: Ihre verletzte Wirbelsäule muss durch ein Implantat stabilisiert werden. Die komplizierte Operation soll baldmöglichst im nahen Slowenien durch hochspezialisierte Neurochirurgen vorgenommen werden, die bereits anderen Hunden aus dem Asyl helfen konnten. Ob Aya jemals wieder wird laufen können, bleibt dennoch ungewiss. Wahrscheinlich wird sie einen Rolli brauchen. Aber Aya wird ein Leben und die Chance auf ein Zuhause in Liebe und Wärme haben.

 

 

Um Ayas abschließende Operation finanzieren zu können, ist Goga auf Spenden angewiesen. Die Kosten der bereits erfolgten Behandlung betragen rund 2.000 Euro und konnten bereits vollständig von der Lesika Hundehilfe e.V. gesammelt werden. Für den weiteren geplanten Eingriff in Slowenien werden weitere 3000 € benötigt. Diesen hohen Betrag kann das Asyl nicht aufbringen: Das vorhandene Budget reicht kaum aus, um die alltägliche Versorgung der rund 500 Hunde zu gewährleisten. Die Versorgung und medizinische Behandlung von Notfällen wie Aya ist darin nicht vorgesehen. Wir bitten daher alle lieben Tierfreunde um Spenden, die Aya trotz ihres Handicaps ein glückliches Hundeleben ermöglichen würden. 



Update Ende Dezember 2020


Dank erster Medizintopfspenden sowie Spendeneinkäufen zugunsten von SOS-Tierschutz-Projekt 112 konnten zusammen mit dem Erlös der diesjährigen Weihnachtsaktion 'SOS-Regenbogenland-Kalender 2021' 860 € für die für Aya geplante Wirbelsäulen-OP an die Lesika Hundehilfe e.V. überwiesen werden!

Ein ganz dickes Dankeschön für die Unterstützung!



Update vom 07. Januar 2020

Der Medizintopf von Handicap-Hündin Aya aus unserem SOS-Tierschutzprojekt 112 für den Lesika Hundehilfe Varazdin e.V. ist um weitere 200 € auf nunmehr 1060 € angewachsen.

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Lieben Dank an Stella Kleiner für die großzügige OP-Spende!

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Anbei auch noch ein paar aktuelle Fotos von der lebensfrohen Maus Aya, die im Asyl Spas auf ihren OP-Termin in der Spezialklinik in Slowenien wartet.
Wann genau der OP-Termin sein wird bzw. ob der Eingriff schon vorgenommen werden kann, bevor das Spendenziel von ca. 2000 € erreicht ist, wird noch ihn Erfahrung gebracht.


Update vom 10. März 2021

Handicaphündin Aya muss leider Corona bedingt noch immer auf ihren OP-Termin in der Spezialklinik in Slowenien warten. Die Klinik kann bislang keinen Termin anbieten, um ihre verletzte Wirbelsäule mit einem Implantat zu stützen. In einer ersten OP musste ein Hinterbein und die Rute amputiert werden. Die Kosten für diese erste OP konnte die Lesika Hundehilfe Varazdin e.V. selbst aufbringen. Mit unserer Kalenderaktion 2021 sowie einer großzügigen Direktspende in diesem Jahr konnten wir bislang 1060 € für die ausstehende OP sammeln.

 

In diesem liebevoll gestalteten Video wird noch einmal Ayas Geschichte erzählt.

 

Vielleicht möchte ja noch jemand mit einer kleinen Spende Ayas Medizintopf aufstocken, damit die benötigten 2000 € zur Verfügung stehen, wenn ein Kliniktermin vergeben werden kann?


Update vom 11. März 2021

Ein herzliches Dankeschön geht an Margit Egler und Julia Böhm für weitere Spenden für Aya!

 



Update vom 04. April 2021

Für Aya möchten die Lesika Hundehilfe e.V. nun einen Rolli anschaffen. Aya zeigt sich weiterhin lebensfroh und möchte so gern aktiv sein. Sie soll nun einen Rollwagen bekommen, so daß sie sich bewegen kann und die Welt erkunden darf.

Aufgrund Ayas Entwicklungsgrades und der derzeitigen Stabilität soll für den Moment von einer weiteren OP Abstand genommen werden. Es wird aktuell beobachtet, ob mit der jetzigen Entwicklung die zweite OP noch notwendig sein wird.

Für Aya wäre es natürlich schön, wenn ihr ein zweiter Eingriff erspart bliebe und nur physiotherapeutisch mit ihr gearbeitet werden müsste. Gewissheit gibt es Stand heute aber noch nicht.

Alle hoffen natürlich, dass bald ein Zuhause oder eine Pflegestelle für sie gefunden wird.

Aya ist fröhlich, will Leben und freut sich so sehr über jegliche Zuwendung und Streicheleinheiten. Sie ist den Menschen sehr zugewandt. Ein wirklich beeindruckendes und wunderbares Mädel ist sie. Und ja! Sie ist wirklich groß geworden. 

 


Update vom 27. April 2021

Aya kam anfangs mit dem Verlust ihre Hinterbeins und ihrer Rute sehr gut zurecht und hat nach wie vor ihren jungen, verspielten und verschmusten Charakter gezeigt, sobald ein Mitarbeiter ihr Zuwendung geben konnte.

 

Nachdem sie sich von dieser schweren Operation erholt hatte, begann sie an ihrem noch verbleibenden Hinterbein zu knabbern und ließ es einfach nicht in Ruhe. Die Gründe hierfür lagen wahrscheinlich an verbleibenden Schmerzen oder eine beginnende, nicht sichtbare Entzündung, die sie gestört haben.


Diese Schmerzen und die Tatsache, dass sie dieses Bein hätte wahrscheinlich eh nicht nutzen können, hat den Tierarzt zu der Entscheidung kommen lassen, auch das zweite Hinterbein zu amputieren.

 

 

Trotz dieses Handicaps hat Aya ihren Lebensmut nicht verloren und wird in Deutschland hoffentlich mit einem Rolli und ihren Menschen ein erfülltes Leben führen können.

Wir drücken Aya fest die Daumen, dass jemand sie adoptiert und genauso annimmt!

 



Update vom 23. Juli 2021

Nach der Prüfung aller für Aya bei der Lesika Hundehilfe e.V. eingegangenen Spenden können wir nun das SOS-Tierschutzprojekt 112 abschließen. Zusammen mit den Spenden, die wir für Aya sammeln konnten, ist die Begleichung der Kosten der beiden OPs sowie für die Anschaffung eines Rollstuhls gesichert.

Herzlichen Dank allen, denen Ayas Schicksal am Herzen lag.

Ein Rollwagen ist in Auftrag gegeben und wird im August geliefert. Wir hoffen dann Fotos von Aya in ihrem Rolli zu erhalten und zum Projektabschluss einstellen zu können.


Spendenstand



Lesika Hundehilfe Varazdin e.V.


Wir sind eine Gruppe von Tierschützerinnen und Tierschützern, die sich von Deutschland aus für zwei Tierheime in Kroatien einsetzen: das Asyl Spas in Varazdin und Vesnas Tierheim in Virovitica.

Das Asyl Spas (auf deutsch „Rettung") ist mit 350 bis 400 Hunden das größte Tierheim Kroatiens. Keiner dieser Hunde würde ohne das Asyl und die aufopferungsvolle Arbeit des Teams von Gordana Lacko noch leben. Die Situation der Hunde und Tierheime in Kroatien ist mit den Verhältnissen in Deutschland nicht zu vergleichen. Umso wichtiger ist die Unterstützung durch Vereine wie die Lesika Hundehilfe - und durch Menschen wie Sie, die das Schicksal von Tieren nicht unberührt lässt.

Das grüne Tor

Wir alle sind hindurchgegangen, durch das grüne Tor, den Eingang zum Asyl Spas. Manche von uns zu Fuß, andere in ihren Gedanken, aber alle mit dem Herzen. Noch einmal holten wir tief Luft angesichts der Ungewissheit, was uns erwartet.

 

Dann hat sich das Tor für uns geöffnet. Wir haben die Schwelle überschritten und wurden von Liebe und auch von Leid empfangen. Von Augen voller Sehnsucht nach dem Leben, viele erwartungsvoll, manche traurig, doch stets mit unerfüllten Wünschen.

 

Wer einmal durch das Tor getreten ist, für den verändert sich die Welt. Wir sind verschieden und doch vereint in unserem Wunsch zu helfen. Wir sind Lesika.