Dreibein Happy benötigt dringend Operation


Bereits im März diesen Jahres hätte Handicaphündin Happy nach Deutschland zu ihrer Familie ausreisen können. Leider wurde erst Mitte Juni 2019 etwas daraus, als endlich ein Flugpate für sie gefunden werden konnte.

 

 


 

Dreibein Happy war im Frühling 2018 in die Dar Amdouni - Tierhilfe Djerba aufgenommen worden, als Veronique und Bilel Amdouni sie in den Straßen herumirren sahen. Happy hatte vorher in einer Familie gelebt. Als der andere Hund der Familie Happy das Vorderbein abbiss, wurde sie kurzerhand auf die Straße gesetzt. Dass Happy obendrein noch trächtig war, merkten Veronique und Bilel erst später. Ostern 2018 brachte Happy acht Welpen zur Welt, die Veronique liebevoll die ‚Happylinge‘ nannte.

 

Im September musste Happy dann notoperiert werden. Ihr wurden die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt. Dass bei dieser OP leider ein Teil der Organe übersehen wurde und sich nun im Körper entzündet hat, wurde erst jetzt in Happys neuem Zuhause entdeckt. Happy zeigte plötzlich einen blutigen Ausfluss.

 


Der Tierarzt stellte dann im Ultraschall fest, dass der Umfang des ‚Entzündungssacks‘ bereits 10 x 4 cm beträgt. Ein Tier kann eine Weile mit solch einer Entzündung leben, doch endet dies ohne Behandlung letztendlich tödlich. Als Termin für den operativen Eingriff wurde der nächste Montag vereinbart.

Die Operationskosten sind mit mindestens 500 € veranschlagt. 

 

Die Dar Amdouni Tierhilfe wird die OP-Kosten tragen, da die nun notwendig gewordene Entfernung des Resteierstockgewebes eine Folge der fehlerhaften Operation in Tunesien ist. 

Wir möchten Veronique und Bilel mit der Einstellung eines neuen SOS-Tierschutzprojektes finanziell ein wenig entlasten und hoffen auf Medizintopfspenden für Happy 


Update vom 29. Juni 2019

Am Donnerstag hat sich Happys Zustand rapide verschlechtert. Die Blutung wurde so stark, dass ihr Frauchen umgehend mit ihr in die Tierklinik gefahren ist. Dort wurde Happy sofort notoperiert.

 

Die OP war nicht einfach, denn es musste die Ursache der Blutung lokalisiert werden. Tatsächlich war es dann nicht wie angenommen das restliche Eierstockgewebe sondern ein Tumor, schwer zugänglich gelegen zwischen Blase und Hüfte. Hier war das Tumorgewebe bei der Gebärmutterresektion wohl wahrscheinlich nicht weit genug ausgeschnitten worden.

 

Es wurde nun eine Gewebeprobe des harten Tumors entnommen und eingeschickt. Nun bleibt abzuwarten, welches Ergebnis der Laborbefund bringt.

 

Damit die Blutung gestoppt wird, bekommt Happy nun ein Medikament sowie zusätzlich eine Antibiose. Sind die Tumorzellen gutartig, wird beraten, wie es mit der Behandlung weitergehen soll. Sind sie bösartig, kann nur ein CT helfen, genau festzustellen, wo der Tumor sitzt und ob noch weitere vorhanden sind.

 

Allein das CT, das nur im 150 km entfernten Rostock gemacht werden könnte, kostet 700 €. Zusammen mit der sich anschließenden, komplizierten OP kämen mindestens weitere 2000 € an Behandlungskosten auf Veronique und Bilel Amdouni zu.

 

Am Montagtermin für die ursprünglich angesetzte OP ist dann eine Nachkontrolle angesetzt. Wir werden natürlich berichten.

 

 

Die kleine Kämpferin Happy ist heute bereits wieder eigenständig in den Garten gegangen, als sie mal musste. 
In Anbetracht der schweren OP und des großen Bauchschnittes ein gutes Zeichen. Vor der OP war sie noch so schwach, dass sie sich nicht auf den Beinen halten konnte.

 

Wir bedanken uns herzlich im Namen der Dar Amdouni Tierhilfe Djerba für die ersten eingegangenen Medizintopfspenden in Höhe von 150 €.

 




03. Juli 2019

Am Montag stand die Kontrolluntersuchung für Dreibein Happy an. Die Narbe verheilt sehr gut, mit Ultraschall wurde noch einmal der Bauchraum kontrolliert. Der Entzündungssack hat sich bereits um die Hälfte verkleinert. Auch ihr schleimiger Ausfluss ist zurückgegangen, die Blutungen konnten mit Hilfe der Medikation gestoppt werden. 

Happy ist auch wieder recht munter, wedelt mit der Rute, wenn Frauchen kommt, und springt sogar wieder an ihr hoch. 

 

Noch liegen die Laborergebnisse nicht vor. Egal, ob der Tumor gut- oder bösartig ist, wird ihr Frauchen mit einer Therapie aus Mistelextrakt beginnen, die sich bei 70 % der Fälle positiv auswirkt. Ein Versuch ist es wert.

 

Die Rechnung für die OP sowie die Nachsorge kommt ebenfalls in den nächsten Tagen und beläuft sich auf 550 bis 600 €. Bislang sind noch zwei weitere Medizintopfspenden für Happy eingegangen und auch ein Großeinkauf in unserem Online-Shop 'Schenken & Spenden' wurde zugunsten unseres SOS-Tierschutzprojektes 98 getätigt.
Damit sind insgesamt 250 € zusammen gekommen, die wir zu Happys tierärztliche Versorgung beisteuern können.


Update vom 05. Juli 2019

 

Leider haben wir sehr schlechte Nachrichten: Happys Tumor ist bösartig, sie hat ein Sticker-Sarkom. Der Tumor sitzt so ungünstig, dass eine OP gar nicht in Frage kommt. Um den Tumor zu entfernen, müsste das Becken geöffnet werden. Zudem ist es bei dieser Art von Krebs so, dass eine operative Entfernung ein Wiederauftreten nicht verhindern kann, es sogar begünstigt. Auch wenn der Tumor sehr ungünstig nahe der Blase sitzt und diese eventuell bei weiterem Wachstum zudrücken könnte, wird auf die Möglichkeit der Chemotherapie verzichtet. Ihre letzten Monate soll sie in Ruhe und Liebe in ihrem neuen Rudel verbringen dürfen. Sie bekommt aber weiter Cortisontabletten und Medikamente zur Immunstärkung.

Da das Sticker-Sarkom leider sogar durch Kontakt mit dem Schleim über die Schleimhäute auf Mensch und Hund übertragbar ist, müssen besondere Hygienemaßnahmen getroffen werden. Jeder hat seine eigene Futterschüssel, Happys Schleimabsonderungen werden sofort entfernt, Hände gründlich gewaschen. 

Es ist bewundernswert, was Happys neues Frauchen ganz selbstverständlich auf sich nimmt, um dem liebenswerten Dreibein in seiner neuen Familie einen schönen Lebensabend zu ermöglichen. 

 

Dafür ganz herzlichen Dank!

 

 

 

Dank einer weiteren Direktspende ist Happys Medizintopf nun auf 300 € angewachsen.
Ein ganz  dickes Dankeschön  an Hannelore Kinne sowie alle anderen, bereits genannten Spender!


Update vom 23. Juli 2019

Noch sieht bei Dreibein Happy alles recht gut aus. 

 

Wir hatten für den ehemaligen Schützling der Dar Amdouni Tierhilfe Djerba das SOS-Tierschutzprojekt 98 eröffnet, weil kurz nach ihrer Vermittlung entdeckt wurde, dass sie an einem Sticker-Sarkom erkrankt war. Leider ist es inoperabel und eine Chemo soll Happy auch nicht mehr zugemutet werden.

Sie bekommt weiterhin Tabletten zur Immunstärkung und Cortison-Medikamente.

Ansonsten frisst und trinkt sie gut, geht gerne Gassi. Sie hechelt allerdings viel dabei, ob es an der Hitze, der Anstrengung, sich auf drei Beinen fortbewegen zu müssen oder ihrem leichten Übergewicht liegt, lässt sich nur vermuten.

 

Der Ausfluss, der vom Tumor verursacht wird, zeigt sich ganz unterschiedlich, mal mehrere Tage gar nichts, dann wieder mehr, auch mit Blut vermischt. Meist leckt sie sich selbst sauber, so dass eine genaue Einschätzung unmöglich ist.

 

Die Rechnung der Tierklinik für OP und Gewebeuntersuchung liegt nun auch vor. Die Kosten liegen erfreulicherweise deutlich unter dem veranschlagten Wert, so dass nun nur noch knapp 70 € fehlen.

 

 Mit einer weiteren Spende ist Happys Medizintopf auf 330 € angewachsen.  Ein ganz dickes Dankeschön! <

 



SOS-Regenbogenland

IBAN DE92 2689 1484 1113 0288 00

Verwendungszweck:

SOS-Tierschutzprojekt 98 - Happy

 

PayPal-Konto: kontakt@sos-regenbogenland.com
(bitte über 'Geld ins Ausland - an Freunde und Familie - senden)


Spendenstand: 330 €


Postfach Happy


 

Nun zu meiner Geschichte! Ich bin ein kleines, nicht mehr ganz junges Schnauzer-Mix-Mädel.

Ich hatte eine Familie. Eines Tages haben sie sich entschieden, noch einen Hund dazu zu holen, der auf das Haus aufpassen sollte. Sie entschieden sich für einen Pitbull. Er biss mir mein rechtes Vorderbeinchen ab - das waren solche Schmerzen! Daraufhin wurde ich vor die Tür gesetzt und ich verstehe bis heute nicht, was ich falsch gemacht habe! Ich habe meine Menschen doch geliebt und immer versucht sie glücklich zu machen!

Ich blieb all die Monate in der selben Straße....in der Hoffnung, sie würden mich wieder rein holen.

Ich wartete und wartete und wartete....

Heute kamen die beiden aus dem Dar Amdouni in meiner Straße vorbei... wie durch Gottes Hand geführt sagen sie, denn sie wollten eigentlich einen anderen Weg nehmen. Sie waren mit dem Roller unterwegs - vollbepackt mit Hundefutter, Katzenfutter, Hafer für's Pferd und etwas Einkauf... Als sie mich sahen, haben sie angehalten und mit mir gesprochen - sie zeigten Interesse an mir! Ich wusste sofort, dass könnten meine neuen Menschen werden und ich wedelte was das Zeug hielt und zeigte mich von meiner besten Seite.

Sie fragten in der Nachbarschaft, ob ich jemandem gehöre und erfuhren meine traurige Geschichte.

Sie nahmen mich auf den Arm und wir stiegen alle zusammen auf den voll bepackten Roller... es war nur ein 10 Minuten Weg und ich war in meinem neuen Zuhause, das ich sofort dankend annahm!

 

 

 

 

Dass ich trächtig war, merkten Veronique und Bilel erst später... Ich brachte Ostern 2018 acht Welpen zur Welt, die acht Happylinge.




September 2018


Happy musste am 25. September 2018 operiert werden. Ihr wurden die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt.

 


Oktober 2018


Happy wurde ausreisefertig gemacht und könnte genau wie Sira im März 2019 nach Deutschland ausreisen. Allerdings hat sich noch kein Flugpate finden können, der Happy auf ihrem Flug nach Berlin begleiten möchte.


Happy fand im Januar 2019 ihre Futterpatin.



Juni 2019


 

Am 13. Juni konnte Happy endlich ihre Reise zu ihrer Familie antreten.

 



Dar Amdouni - Tierhilfe Djerba


Die ehemalige Tierarzthelferin Veronique Schulz versucht als private Tierschützerin in ihrem ‚Dar Amdouni‘ auf der tunesischen Insel Djerba möglichst viele Tiere zu retten. Da sie bislang keine Unterstützung durch einen Verein hat und nur auf die finanzielle Hilfe von Freunden setzen kann, muss sie leider angesichts des großen Tierleids immer wieder abwägen, welchen Tieren sie helfen kann und welchen nicht.

Über ihre Facebookseite Dar Amdouni - Tierhilfe Djerba versucht sie nicht nur nach Paten für ihre Tiere zu suchen sondern auch möglichst viele Tiere nach Deutschland zu vermitteln, um Platz für Neuzugänge zu schaffen.